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Deutsche Bank

Börsenlexikon



Schütt-aus-hol-zurück-Verfahren

Das Schütt-aus-hol-zurück-Verfahren ist eine Maßnahme der Finanzierungs- und Ausschüttungspolitik von Aktiengesellschaften. Als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttete Beträge werden im Rahmen einer kordentlichen Kapitalerhöhung wieder von der Aktiengesellschaft vereinnahmt. Meist entspricht dabei das Volumen der Kapitalerhöhung dem als Dividende ausgeschütteten Gesamtbetrag abzüglich Steuern. Dieses Verfahren bietet der Aktiengesellschaft den Vorteil, dass eine Gewinnausschüttung an die Aktionäre stattfinden kann, ohne dass der AG auf Dauer Kapital entzogen wird. Bei den Aktionären hängt es vom persönlichen Einkommensteuersatz ab, ob das Verfahren zu einer geringeren steuerlichen Belastung führt als die Gewinneinbehaltung. Das Schütt-aus-hol-zurück-Verfahren weist aus Sicht des Aktionärs insofern Parallelen zur Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln auf, als er kein zusätzliches Geld investieren muss, um neue Aktien zu erhalten. Im Gegensatz zu dieser Art der Kapitalerhöhung muß die Dividende beim Schütt-aus-hol-zurück-Verfahren aber zunächst an die Aktionäre ausgeschüttet werden, bevor sie im Rahmen der ordentlichen Kapitalerhöhung wieder an die AG zurückfließt.

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