Nach oben

Börsen-Zeitung

Immer gut informiert – aktuelle Marktberichte aus der Börsen-Zeitung

Die Börsen-Zeitung ist die einzige ausschließlich auf den Finanzsektor ausgerichtete Zeitung Deutschlands. Das in Frankfurt am Main herausgegebene Börsenpflichtblatt erscheint täglich dienstags bis sonnabends und berichtet über die aktuellen Entwicklungen an den deutschen und internationalen Finanzplätzen. 

Börsen-Zeitung
26.5.2017 - Feiertagshandel bringt Dax ein kleines Minus

Börsen-Zeitung, 26.5.2017

dm Frankfurt - Angetrieben von guten Vorgaben der asiatischen Märkte und eher vorsichtigen Aussagen zur Konjunkturentwicklung in den Protokollen zur jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank Fed hat der Aktienmarkt in Frankfurt am Feiertag (Christi Himmelfahrt) zunächst höher eröffnet. In einem dünnen Handelsgeschehen rutschten die Kurse am Morgen dann aber innerhalb einer halben Stunde um 1 % ab, bevor sie sich wieder etwas erholten. Der Blue-Chip-Index Dax ging 0,2 % tiefer mit 12 621,7 Zählern aus dem Xetra-Handel. Die Eurozonen-Benchmark Euro Stoxx 50 fiel um 0,1 % auf 3 582 Punkte. Die Titel des britischen Ölservice-Unternehmens Petrofac brachen in London um 30 % ein, nachdem der Chief Operating Officer der Gruppe nach Ermittlungen des britischen Serious Fraud Office freigestellt worden war.

Zu den größten Gewinnern im Dax zählten am Donnerstag die Papiere von Lufthansa. Sie legten um 2,5 % auf 17,06 Euro zu. Die Aktien von Linde gewannen 0,8 % auf 172,10 Euro. Der Industriegasekonzern und sein US-Branchennachbar Praxair haben sich grundsätzlich auf den angekündigten Fusionsvertrag geeinigt, wie Linde bereits am Mittwoch mitteilte.

Fester tendierten die Aktien des Technologie- und Stahlkonzerns Thyssenkrupp, die um 2,3 % auf 23,96 Euro zulegten. Laut dem "Manager Magazin" soll eine Kombination des europäischen Stahlgeschäfts von Thyssenkrupp und Tata Steel Synergien von jährlich 400 Mill. bis 600 Mill. Euro ermöglichen (vgl. Text rechts). Fresenius Medical Care stiegen um 1,1 % auf 82,50 Euro.

Die Schlusslichter im Dax bildeten Commerzbank (-0,9 % auf 9,53 Euro) und Siemens (-0,8 % auf 125,95 Euro). Deutsche Bank (-0,6 % auf 16,85 Euro) standen unter Druck, nachdem bekannt wurde, dass Abgeordnete der Demokraten im US-Repräsentantenhaus in einem Brief an Bankchef John Cryan gefordert hatten, die Bank solle Auskunft über ihre Geschäfte mit dem heutigen US-Präsidenten Donald Trump geben sowie über mögliche Verbindungen nach Russland. Ende Januar hatte sich das Frankfurter Institut mit US-Behörden bereits in einem Fall auf einen Vergleich in einer russischen Geldwäsche-Affäre geeinigt.

Im TecDax glänzten die Papiere des Silizium- und Wafer-Herstellers Siltronic mit einem Plus von 6,5 % auf 82,19 Euro. Am Markt wurde auf eine Studie der Großbank Credit Suisse verwiesen. Angesichts niedriger Lagerbestände bei den Kunden werde bei Siltronic eine gute Nachfrage erwartet. Die Aktien von Aixtron gewannen 5,9 % auf 6,00 Euro. Der Zulieferer der Halbleiterbranche verkauft eine Produktlinie für Speicherchips in den USA an das südkoreanische Unternehmen Eugene Technology für 45 bis 55 Mill. Dollar. Analysten beurteilten den Verkauf als erfreulich, da dies die Trennung von einem kaum profitablen Geschäft bedeute. Die Transaktion soll laut Aixtron im zweiten Halbjahr 2017 abgeschlossen sein.

Unter den MDax-Werten setzten sich Brenntag mit einem Plus von 2,4 % auf 52,55 Euro in Szene. Die US-Großbank Citigroup hat die Titel des Chemie-Distributionsunternehmens erstmals in einer Studie bewertet und dabei mit "Kaufen" eingestuft. Weiter aufwärts ging es im SDax für Zooplus, die um 8,1 % auf 199 Euro stiegen. Hier wurde am Markt zur Begründung auf eine zuversichtliche Einschätzung des Kurspotenzials durch die US-Großbank J.P. Morgan verwiesen.

Börsen-Zeitung, 26.05.2017, Autor dm Frankfurt, Ausgabe Nr. 100, Seite 17, 482 Worte.

24.5.2017 - Trump will strategische US-Ölreserve verkaufen

Börsen-Zeitung, 24.5.2017

ku Frankfurt - Der Vorschlag von US-Präsident Donald Trump, die Hälfte der für Notfälle bereitgehaltenen strategischen Ölreserve der USA zu verkaufen, hat am Dienstag zeitweise dem Ölpreis zugesetzt. Die Notierung der wichtigsten Nordseesorte Brent Crude ist nach vier Handelstagen in Folge mit Preisanstiegen zeitweise um rund 1 % bis auf 53,20 Dollar je Barrel gesunken. Später erholte sich die Sorte wieder, so dass am Abend ein Plus von 0,2 % auf 54 Dollar zu Buche stand. Die Notierung der wichtigsten US-Leichtölsorte West Texas Intermediate (WTI) gab zeitweise bis auf 50,57 Dollar nach. Am Abend war sie für 51,30 Dollar zu haben, ein kleines Plus von 0,3 %.

Die USA verfügen mit rund 688 Mill. Barrel Rohöl über die weltweit größte strategische Reserve. Die Reserve wird in großen unterirdischen Lagerräumen in den Bundesstaaten Louisiana und Texas gelagert. Geschaffen wurde sie im Jahr 1975 als eine Reaktion auf das damalige Ölembargo der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec). Gemäß dem Vorschlag der Trump-Administration für die Haushaltsplanung der Bundesregierung soll mit dem Verkauf der Ölmengen im Fiskaljahr 2018, das am 1. Oktober dieses Jahres beginnt, begonnen werden. Die Verkäufe sollen im ersten Jahr 500 Mill. Dollar einbringen und bis zum Jahr 2027 andauern, in welchem sie 3,9 Mrd. Dollar einspielen sollen. Über die gesamte Laufzeit der Verkäufe von 2018 bis 2027 sollen Einnahmen von fast 16,6 Mrd. Dollar erzielt werden. Erwartet wird, dass sich mögliche Verkäufe vor allem auf den US-Ölpreis auswirken werden, wie dies bei Verkäufen aus der Reserve in der Vergangenheit auch bereits der Fall war. Auf der anderen Seite will Trump die Ölförderung in arktischen Naturschutzgebieten in Alaska zulassen und ankurbeln, womit sich das bereits jetzt stark ausgeweitete Ölangebot in den kommenden Jahren noch einmal vergrößern würde.

Allerdings handelt es sich bislang lediglich um Vorschläge der US-Regierung, die an den Kongress übermittelt worden sind. Ob und inwieweit sie Realität werden, ist bislang noch nicht absehbar, da die Haushaltsgesetze von Senat und Repräsentantenhaus beschlossen werden.

Börsen-Zeitung, 24.05.2017, Autor ku Frankfurt, Ausgabe Nr. 99, Seite 17, 322 Worte.

23.5.2017 - Streit um Trump sorgt weiter für Zurückhaltung

Börsen-Zeitung, 23.5.2017

ku Frankfurt - Zum Wochenauftakt haben sich die Anleger mit Aktienkäufen zurückgehalten. Der Dax befand sich im Handelsverlauf über weite Strecken in der Verlustzone und schloss mit einem Minus von 0,2 % bei 12 619 Punkten. Der Euro Stoxx 50 gab um 0,3 % auf 3 578 Zähler nach.

Am Markt hieß es, dass die Anleger nach wie vor verunsichert seien, ob sich US-Präsident Donald Trump angesichts der an Schärfe zunehmenden politischen Auseinandersetzungen auf längere Sicht in seinem Amt halten kann. Damit stünden die Voraussetzungen der Trump-Rally in Frage, nämlich die Erwartung umfangreicher Steuersenkungen und eines milliardenschweren Infrastrukturprogramms.

Der europäische Aktienmarkt wird auch durch den robusten Euro belastet, der Exporte europäischer Unternehmen vor allem in den Dollarraum verteuert. Die Gemeinschaftswährung nahm am Montag Kurs auf die Marke von 1,13 Dollar. Sie kletterte bis auf 1,1264 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit sechs Monaten.

Im Dax erwies sich die Aktie des Versorgers RWE als fest. Der Titel verteuerte sich um 2,4 % auf 17,38 Euro. Die Analysten der britischen Großbank HSBC haben RWE von "Reduce" auf "Hold" hochgestuft und das Kursziel deutlich von 13,40 Euro auf 17,20 Euro erhöht. In der Studie ist von sich allmählich verbessernden Aussichten für den deutschen Strommarkt die Rede. Im Gefolge von RWE legte der Kurs des Konkurrenten Eon zeitweilig zu. Er verzeichnete ein Plus von bis zu 1 %, um schließlich mit einem Minus von 0,1 % bei 7,39 Euro den Handel zu beenden.

Auf ein Plus von 3,5 % auf 21,59 sfr kam der schweizerische Chemiewert Clariant. Das Unternehmen strebt die Fusion mit dem texanischen Wettbewerber Huntsman an, dessen Kurs im frühen Handel an der Wall Street um 0,1 % nachgab. An dem neuen Konzern mit dem Namen HuntsmanClariant sollen die Aktionäre von Clariant 52 % halten und diejenigen von Huntsman 48 %. Der neue Konzern kommt auf einen Börsenwert von 20 Mrd. Dollar, er soll sowohl an der schweizerischen Börse als auch an der New York Stock Exchange gelistet werden.

Im Kleinwerteindex SDax verzeichneten Borussia Dortmund einen kräftigen Anstieg von 4,5 % auf 6,23 Euro. Durch einen Sieg gegen Werder Bremen hat sich der Fußballverein direkt für die Gruppenphase der Champions League qualifiziert. Damit sicherte sich Borussia Dortmund Einnahmen in Millionenhöhe für die nächste Saison. Gegenüber dem Stand vom Sommer vergangenen Jahres hat der Aktienkurs um rund 50 % zugelegt.

Tele Columbus verzeichneten einen Anstieg um 2,6 % auf 9,10 Euro. Der drittgrößte deutsche Kabelnetzbetreiber hat gemäß den jetzt vorgelegten vorläufigen Zahlen Umsatz und Gewinn im ersten Quartal steigern können. Die Erlöse kletterten um 4,3 % auf 121 Mill. Euro. Das normalisierte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) kam überproportional um 8,2 % auf 61,1 Mill. Euro voran.

Fest zeigte sich der Kurs des Zementkonzerns LafargeHolcim mit einem kräftigen Plus von 6,4 % auf 52,92 Euro. Der Konzern gab bekannt, dass Jan Jenisch neuer CEO wird, nachdem der bisherige Chef Eric Olsen wegen einer Affäre um Schutzgeldzahlungen in Syrien seinen Hut nehmen musste. Jenisch ist bislang Chef des Chemiekonzerns Sika.

Börsen-Zeitung, 23.05.2017, Autor ku Frankfurt, Ausgabe Nr. 98, Seite 17, 494 Worte.

19.5.2017 - Aktienmärkte nach schwachem Start stabilisiert

Börsen-Zeitung, 19.5.2017

ck Frankfurt - Die politischen Turbulenzen in den USA haben die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag zunächst weiter belastet, ehe sie sich im Verlauf des Tages stabilisierten. Für Druck sorgte in der Frühe die Befürchtung, dass aus den positiven Impulsen, die sich die Marktteilnehmer von der Präsidentschaft Trumps erhofft haben, möglicherweise nichts wird. Im Markt war aber auch von einer überfälligen Korrektur und Gewinnmitnahmen die Rede. Für Letztere sei die sich weiter zuspitzende Lage Trumps lediglich der Auslöser.

Der Dax gab zunächst bis auf 12 490 Zähler nach, womit er den niedrigsten Stand seit dem 3. Mai erreichte. Anschließend stieg der Index bis auf 12 634, um mit einem Minus von 0,3 % bei 12 590 Punkten zu schließen. Der als Indikator für die Nervosität im Markt interpretierbare Volatilitätsindex VDax New stieg um 4,7 % auf 15,31 Zähler. Der Euro Stoxx 50 gab um 0,6 % auf 3 562 Punkte nach.

Die Nord/LB rechnet zwar mit zunächst anhaltenden politischen Turbulenzen in den USA, glaubt aber, dass weiterer Kursdruck attraktive Einstiegsgelegenheiten schaffen würde. Fundamental habe sich beim Blick auf die US-Wirtschaft zwar im Prinzip kaum etwas verändert, so dass das Institut von einer nachhaltigen Belebung in den USA im zweiten Quartal ausgeht. Nach dem Kursanstieg der jüngeren Vergangenheit neigten die Anleger offenkundig zu Gewinnmitnahmen. Die zuletzt geringe Volatilität an den internationalen Aktienmärkten spreche durchaus für diese Strategie der Investoren. Die Risikoprämien seien so niedrig, dass es sich einfach anbiete, Gewinne zu realisieren.

Begrenzte Fallhöhe

Durch den derzeitigen Druck auf die Kurse erhöhe sich auch die Volatilität an den Aktienmärkten. Diese Entwicklung könne sogar als gesund bezeichnet werden. "Ein weiteres Abtauchen der Kurse an den internationalen Aktienmärkten würde aber wohl die Schnäppchenjäger unter den Investoren anlocken." Insofern sei davon auszugehen, dass die Fallhöhe für den Dax ohne weitere geopolitische Turbulenzen begrenzt sein dürfte.

Grammer unter Druck

Unter deutlichen Druck geriet in Mailand die Aktie von Fiat Chrysler, die 3,1 % verlor. Hintergrund war ein Bericht, nach dem das amerikanische Justizministerium eine Klage gegen den Automobilhersteller wegen manipulierter Abgasmessungen vorbereiten soll. In London sprang die Aktie des Wäschedienstleisters Berendsen um 21,1 %. Das Unternehmen hat ein 2 Mrd. britische Pfund schweres Übernahmeangebot seines französischen Wettbewerbers Elis abgelehnt. Dessen Aktie büßte 2,4 % ein. Im Inland ragte unter anderem die Aktie des Automobilzulieferers Grammer heraus, die um 2,8 % nachgab. Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens erklärte, dass der Machtkampf mit dem Großaktionär Hastor das Unternehmen im ersten Quartal Aufträge in Höhe von 300 Mill. Euro gekostet habe. Steinhoff waren mit einem Gewinn von 2,3 % Spitzenreiter im MDax. Das deutsch-südafrikanische Möbelunternehmen hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass es seine südafrikanischen Tochtergesellschaften separat an die Börse bringen will. Anfang des Jahres waren Pläne einer Fusion mit dem Supermarktkonzern Shoprite gescheitert.

Börsen-Zeitung, 19.05.2017, Autor ck Frankfurt, Ausgabe Nr. 96, Seite 17, 451 Worte.

17.5.2017 - Deutsche Telekom auf höchstem Stand seit 2002

Börsen-Zeitung, 17.5.2017

dm Frankfurt - Die Börsen bleiben auf Rekordkurs. Auch am Dienstag erreichte der Leitindex Dax in Frankfurt mit 12 841,7 Punkten ein neues Allzeithoch, schloss aber bei 12 804,5 Zählern um 2,5 Punkte tiefer als am Vortag. Händler verwiesen für die freundliche Grundstimmung auf einen neuerlichen Anstieg des ZEW-Index. Sowohl für Deutschland als auch für den Euroraum stieg der Erwartungsindex, der im Mai unter Finanzexperten erhoben wurde, auf den höchsten Stand seit August 2015. In New York eröffneten die Aktienmärkte ebenfalls höher, der S & P 500 erreichte unmittelbar nach der Handelseröffnung ebenfalls ein neues Allzeithoch, ungeachtet der Turbulenzen um US-Präsident Donald Trump wegen seines Verrats angeblich sensibler Geheimdienstinformationen an den russischen Außenminister Sergej Lawrow.

Zu den größten Gewinnern zählten die Telekompapiere. Die Aktie des Branchenschwergewichts Vodafone gewann in London 4 % auf 219,45 Pence, obwohl das Unternehmen im Geschäftsjahr 2016/17 (per Ende März) einen Verlust von 6,1 Mrd. Euro angehäuft hat. Dennoch soll die Dividende leicht erhöht werden, und für das laufende Jahr wird ein höherer freier Cash-flow prognostiziert, was von Investoren und Analysten gleichermaßen begrüßt wurde. Im Dax setzte sich die Aktie der Deutschen Telekom mit einem Gewinn von 1 % auf 17,65 Euro zeitweise an die Spitze. Zwischenzeitlich war sie bis auf 17,66 Euro geklettert und hatte damit den höchsten Stand seit April 2002 erreicht. In Paris gewann die Aktie von Orange 1,2 % auf 15,44 Euro, während in Madrid Telefónica unverändert auf 10,07 Euro aus dem Handel gingen.

Gefragt war im Dax Bayer, die Aktien gewannen 1,3 % auf 117,60 Euro, wohingegen die Dividendenpapiere des Wettbewerbers Sanofi in Paris um 2,4 % auf 90,75 Euro abrutschten. Fester tendierten dagegen Siemens, die um 0,7 % auf 131 Euro stiegen, sowie RWE, die mit einem Plus von 0,7 % auf 16,32 Euro aufwarteten. Im späten Handel sprang die Aktie des Stahl- und Technologiekonzerns Thyssenkrupp bei anziehenden Umsätzen 4,1 % auf 22,49 Euro in die Höhe. Singapur hat zwei weitere U-Boote des Typs 218SG von der Tochter Marine Systems bestellt.

SAP notierten auf 94,22 Euro praktisch unverändert gegenüber dem Vortagesstand. Auf der Kundenmesse Sapphire Now wurde eine erweiterte Kooperation mit dem US-Internetriesen Google vorgestellt. Es seien weitere SAP-Technologien für die Google Cloud Platform zertifiziert worden. Die Partnerschaft umfasse zudem Pläne für Kooperationen und Integrationen in den Bereichen maschinelles Lernen, IoT, Datentransparenz, Custodian Services und Produktivität am Arbeitsplatz.

Auf der Verliererseite fanden sich unter anderem Linde (-1,5 % auf 166,95 Euro), Continental (-1 % auf 205,50 Euro) und BMW (-0,8 % auf 86,69 Euro). Hier dürften schwache Autoabsatzzahlen im April eine Rolle gespielt haben, doch spielten auch einmalige Effekte hinein.

Spekulationen treiben Stada

Im MDax gewannen Stada 1,5 % auf 66,38 Euro. Laut Bloomberg würden Shanghai Pharma und der Finanzinvestor Advent für den Arzneimittelhersteller ein Gegengebot zur Offerte der Finanzinvestoren Bain und Cinven in Höhe von 70 Euro je Aktie erwägen. Bain und Cinven haben 66 Euro geboten. Grammer fielen um 0,2 % auf 52,80 Euro. Der chinesische Investor Ningbo Jifeng erhöhte seinen Anteil von unter 10 % auf gut 12 % und will in den nächsten zwölf Monaten weiter aufstocken. Siltronic legten um 2,4 % auf ein Rekordhoch von 79,99 Euro zu.

Börsen-Zeitung, 17.05.2017, Autor dm Frankfurt, Ausgabe Nr. 94, Seite 13, 520 Worte.

16.5.2017 - Dax klettert erstmals über 12 800 Punkte

Börsen-Zeitung, 16.5.2017

ku Frankfurt - Auch zum Wochenauftakt hat sich der europäische Aktienmarkt nach einem vielversprechenden Start eher schwach gezeigt. Der Dax kletterte am Morgen zwar erstmals über die Marke von 12 800 Punkten und markierte mit 12 839,29 Zählern ein Allzeithoch. Später bröckelten die Gewinne wieder ab. Zum Ende der Börsensitzung erholte sich der Markt aber wieder. Aus dem Handel ging er mit einem leichten Plus von 0,3 % bei 12 807 Punkten. Der Euro Stoxx 50 verharrte bei 3 637 Zählern.

Händler sagten, die positive Stimmung nach dem Wahlsieg von CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen habe nicht lange angehalten. Belastet hat eine deutliche Verteuerung von Rohöl, nachdem sich Saudi-Arabien und Russland darauf geeinigt haben, sich für eine Verlängerung der Produktionskürzungen um neun Monate einzusetzen.

Im Dax präsentierte sich RWE fest (+ 3,9 % auf 16,21 Euro). Das vorgelegte Ergebnis des ersten Quartals hat die Erwartungen der Analysten übertroffen. Das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) gab zwar um 6,5 % auf 2,13 Mrd. Euro nach. Analysten hatten jedoch im Schnitt mit lediglich 2,05 Mrd. Euro gerechnet. Zudem stieg aufgrund eines verbesserten Finanzergebnisses der Nettogewinn um 10 % auf 946 Mill. Euro. Das Management hat die Prognose eines bereinigten Ebitda für das Gesamtjahr von 5,4 bis 5,7 Mrd. Euro, verglichen mit 5,4 Mrd. Euro im vergangenen Jahr, bestätigt.

Zu den Gewinnern gehörten auch Infineon mit einem Aufschlag von 2,7 % auf 19,56 Euro. Die Analysten der US-Bank Goldman Sachs haben die Aktie unter Verweis auf die jüngsten Ergebnisse sowie positive Aussichten für den Konzern von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft. Das Kursziel hoben sie von 19 auf 22 Euro an.

Deutsche Telekom starteten besonders fest in den Handel und markierten am Morgen mit 17,66 Euro den höchsten Stand seit dem Jahr 2002. Später sackte der Kurs im Gleichschritt mit dem Gesamtmarkt ab, so dass die Aktie bei 17,48 Euro mit einem Minus von 0,3 % den Handel beendete.

Im MDax waren K + S mit einem Kursplus von 4,6 % auf 23,28 Euro fest. In einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" hatte der neue Konzernchef Burkhard Lohr Gerüchten über einen neuen Ankeraktionär Auftrieb gegeben. "Wir führen dazu Gespräche", sagte er. Der Vorstand hatte bereits auf der Hauptversammlung 2016 angekündigt, einem neuen Großaktionär den Einstieg erleichtern zu wollen.

Aurubis verzeichneten ein kräftiges Plus von 5,7 % auf 66,05 Euro. Der größte Kupferverarbeiter Europas hat sein Ergebnis im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2016/17 überraschend deutlich gesteigert. Das operative Ergebnis vor Steuern legte um 30 % auf 100 Mill. Euro zu. Analysten hatten im Schnitt mit einem geringeren Zuwachs gerechnet.

Zu den Gewinnern gehörte auch Salzgitter mit einem Plus von 3,6 % auf 33,07 Euro. Der zweitgrößte europäische Stahlhersteller steigerte seinen Überschuss deutlich von rund 1 Mill. Euro im Vorjahr auf jetzt 48,7 Mill. Euro. Laut Management handelt es sich um das beste Quartalsergebnis seit 2008.

Rocket Internet verbesserten sich um 3,8 % auf 19,72 Euro. Für seine Beteiligung Delivery Hero hat das Unternehmen mit dem südafrikanischen Technologie- und Infrastrukturinvestor Naspers einen weiteren Investor gefunden. Naspers steckt 387 Mill. Euro in die Beteiligung und wird damit zweitgrößter Anteilseigner nach Rocket Internet.

Börsen-Zeitung, 16.05.2017, Autor ku Frankfurt, Ausgabe Nr. 93, Seite 17, 512 Worte.

Wechseln Sie jetzt zum Testsieger und profitieren Sie von vielen Vorteilen

  • Zugang zu exklusivem Investment Know-how der Deutschen Bank
  • Selbstbestimmtes und flexibles Handeln von Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen, Zertifikaten und Optionsscheinen
  • Kostenloses Depot und Depotkonto
  • Trades schon ab 8,90 Euro
Auszeichnungen Spitzenleistungen sind unser Maßstab. Mehr über maxblue