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Börsen-Zeitung

Immer gut informiert – aktuelle Marktberichte aus der Börsen-Zeitung

Die Börsen-Zeitung ist die einzige ausschließlich auf den Finanzsektor ausgerichtete Zeitung Deutschlands. Das in Frankfurt am Main herausgegebene Börsenpflichtblatt erscheint täglich dienstags bis sonnabends und berichtet über die aktuellen Entwicklungen an den deutschen und internationalen Finanzplätzen. 

Börsen-Zeitung
28.7.2017 - Investoren strafen schwache Ergebnisse hart ab

Börsen-Zeitung, 28.7.2017

dm Frankfurt - Die Bilanzsaison hat am Donnerstag das Geschehen an den Aktienmärkten weitgehend dominiert. Der Entscheid der US-Notenbank Fed vom Vorabend, den Leitzins unverändert zu belassen, war allgemein erwartet worden und führte deshalb zu keinen nennenswerten Kursreaktionen an den Börsen. Da der Fahrplan für die Bilanzverkürzung weiter vage blieb, gewann der Euro im frühen Handel anfänglich weiter an Wert, was die Kurse belastete. Im weiteren Verlauf baute der Dax seine Verluste aus, bevor er sich etwas erholte und mit einem Minus von 0,8 % bei 12 212 Punkten aus dem Handel ging. Einige Unternehmen vermochten dabei mit ihren Quartals- und Halbjahreszahlen nicht zu überzeugen, woraufhin Gewinnmitnahmen einsetzten. Damit zeigt sich, dass trotz der gestiegenen Bewertung vieler Aktien das Ergebniswachstum nicht immer in dem von den Investoren gewünschten Maße mithalten kann.

Zu den schwächsten Titeln zählten nach einem enttäuschenden Ausblick Deutsche Bank, die um 6,5 % auf 15,53 Euro abrutschten. Dass es sich um ein unternehmensspezifisches Problem handelt, belegte das Kursplus von 0,2 % auf 11,14 Euro bei Branchennachbar Commerzbank. Unter schwächer als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen litten auch die Papiere der Deutschen Börse, die um 3,8 % auf 89,25 Euro fielen. Im Pharmasektor erwischte es Bayer mit einem Minus von 3 % auf 108,45 Euro. Hier belastet das schwache Pflanzenschutzgeschäft. Um 15,4 % auf 4 325 Pence brachen in London AstraZeneca ein. Grund war ein enttäuschendes Resultat aus einer Studie. So hemmt die Kombination aus dem Medikament Imfinzi und dem Wirkstoff Tremelimumab das Wachstum von Lungenkrebstumoren nicht besser als eine klassische Chemotherapie. Zudem fiel auch das Halbjahresergebnis durchzogen aus.

BASF gaben um 2 % auf 79,74 Euro nach, und dies obwohl der Konzern die Prognose erhöht hat. Dies war weithin erwartet worden. Volkswagen-Vorzüge fielen um 2,4 % auf 133,35 Euro, nachdem Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt einen Zulassungsstopp wegen illegaler Software für den Porsche Cayenne verhängt hatte. Für die Aktien des Bierriesen AB Inbev ging es dagegen nach guten Zahlen um 6,5 % auf 105,60 Euro hoch. Diageo kletterten um 5,6 % auf 2 400 Pence nach der Ankündigung eines 1,5 Mrd. Pfund schweren Aktienrückkaufprogramms.

Unter den Nebenwerten profitierten die Titel von Leoni (+ 3,6 % auf 51,71 Euro) von einer höheren Ergebnisprognose, wohingegen es für Dialog Semiconductor um 5,2 % auf 37,03 Euro nach unten ging. Airbus fielen um 3,1 % auf 72,28 Euro. Anders als bei Wettbewerber Boeing vermochten die Zahlen für das abgelaufene Quartal nicht zu überzeugen. Auch belastet die schwache Nachfrage nach dem A380.

Börsen-Zeitung, 28.07.2017, Autor dm Frankfurt, Ausgabe Nr. 143, Seite 17, 404 Worte.

27.7.2017 - Dax zeigt sich vor Fed-Entscheidung freundlich

Börsen-Zeitung, 27.7.2017

dm Frankfurt - In Frankfurt sind die Aktienkurse am Mittwoch den zweiten Tag in Folge gestiegen. Der Blue-Chip-Index Dax stieg um 0,3 % auf 12 305,1 Zähler. Im Vorfeld der Zinsentscheidung durch die US-Notenbank Fed hielten sich die Anleger allgemein zurück. Rohstoffwerte waren vor dem Hintergrund der Hausse einiger Industriemetalle und steigender Ölpreise besonders gefragt (vgl. Seite 18). Der Stoxx Europe 600 Oil & Gas Index gewann 0,8 % auf 290,62 Zähler.

Demgegenüber profitierten Stahlwerte kaum von der Aussage von US-Präsident Donald Trump, dass eine Entscheidung über Stahleinfuhrbeschränkungen noch Zeit habe. Es gebe andere Prioritäten, aber er werde die "Stahl-Dumpingpreise" angehen, sagte er dem "Wall Street Journal". Thyssenkrupp zogen um 0,6 % auf 25,99 Euro an, Salzgitter gewannen 0,9 % auf 38,55 Euro, und für die Aktien des österreichischen Stahlkonzerns Voestalpine ging es um 0,6 % auf 43,27 Euro hoch.

Commerzbank wurden durch den Einstieg des US-Finanzinvestors Cerberus beflügelt und stiegen um 2,7 % auf 11,12 Euro. Cerberus hat am Mittwoch eine Beteiligung von 5,01 % gemeldet, was einem Paket von rund 700 Mill. Euro entspricht. Unicredit notierten 0,4 % tiefer bei 16,95 Euro, nachdem eine Cyberattacke auf rund 400 000 Kundendaten bekannt geworden war.

Automobilwerte boten ein gemischtes Bild. In Paris avancierten nach einem besser als erwartet ausgefallenen Quartalsergebnis die Papiere von Peugeot-Herstellerin PSA Group um 3,2 % auf 18,67 Euro. Volkswagen-Vorzüge stiegen um 1,9 % auf 136,60 Euro. Dies obwohl laut der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW) weitere Klagen von Anlegern gegen den Wolfsburger Konzern in Zusammenhang mit dem Dieselskandal eingereicht werden dürften, nachdem am Freitag der Verdacht illegaler Absprachen mit anderen Autobauern hochgekommen war. Daimler vermochten mit ihrem Leistungsausweis für das zweite Quartal nicht zu überzeugen, die Titel verbilligten sich um 0,8 % auf 60,60 Euro. Merck KGaA fielen nach Warnungen von Analysten vor einem Rückgang im Flüssigkristallgeschäft um 3,4 % auf 95,18 Euro.

Im Mid-Cap-Index MDax legten Kion nach robusten Zahlen für das zweite Quartal um 7,4 % auf 73,43 Euro zu. Der Einstieg des Metro-Elektronikhändlers Ceconomy bei dem französischen Branchennachbarn Fnac Darty brachte die MDax-Titel um 7,1 % auf 9,89 Euro voran.

Größter Gewinner im TecDax waren Aixtron, die um 6,3 % auf 7,96 Euro und damit auf den höchsten Stand seit Januar 2015 stiegen. Der LED- und Halbleiterspezialist hatte bereits am Dienstag seine Prognose erhöht. Einen Kurseinbruch von 6,2 % auf 52,14 Euro erlitten die Papiere des Chipherstellers ASM International nach einem enttäuschenden Auftragseingang für das dritte Quartal.

Börsen-Zeitung, 27.07.2017, Autor dm Frankfurt, Ausgabe Nr. 142, Seite 17, 400 Worte.

26.7.2017 - Griechenland wagt sich zurück an den Bondmarkt

Börsen-Zeitung, 26.7.2017

kjo Frankfurt - Griechenland hat am Dienstag die Rückkehr an den Anleiheprimärmarkt der Staaten der Eurozone gewagt. Für seinen ersten Bondauftritt nach rund dreijähriger Abwesenheit wählte Athen eine fünfjährige Laufzeit. Auf diese Frist hatten die Hellenen auch schon 2014 gesetzt. Danach wurden sie aber nur noch am Geldmarkt gesichtet, d.h. mit Papieren mit wenigen Monaten Laufzeit.

Zum Wochenauftakt hatte Griechenland bereits das Syndikat für den Bond-Deal zusammengestellt. Die Mandate gingen an die sechs Häuser Bank of America Merrill Lynch, BNP Paribas, Citigroup, Deutsche Bank, Goldman Sachs und HSBC. Am gestrigen Dienstag wurde der Deal dann gestartet. Erste preisliche Überlegungen für den Bond gingen in die Richtung einer Rendite von "im Bereich von 4,875 %". Es wurde als positives Zeichen von manchem Analysten gewertet, dass Griechenland eine Rendite von unter 5 % anpeilen konnte. Zum Vergleich: Zweijährige Papiere lagen gestern bei einer Rendite im Bereich von 3,20/3,30 %. Die zehnjährigen Staatstitel aus Athen lagen bei einer Rendite von etwa 5,20/5,30 %. Im Verlauf des Vermarktungsprozesses wurde die Renditevorgabe auf den "Bereich von 4,75 %" zurückgenommen. Tendenziell gilt es für eine Transaktion als gutes Zeichen, wenn die Rendite oder die Spreads im Verlauf der Transaktion zurückgenommen werden können. Zum Schluss bekamen die Anleger den Bond zu einer Rendite von 4,625 %. Der Kupon des bis August 2022 laufenden Papiers stand im späten europäischen Handel noch nicht fest. Der Bond kam im Volumen von 3 Mrd. Euro. Dieses Volumen hatte der vor drei Jahren emittierte Bond ebenfalls.

Bis zum Schluss konnten die Lead-Banken ein Orderbuch von insgesamt 6,5 Mrd. Euro generieren. Dieses Orderbuch setzte sich zusammen aus Zeichnungswünschen neuer Investoren und Orders, die von Altinvestoren kamen, die noch in der April 2019 auslaufenden Anleihe (Kupon 4,75 %) investiert sind, die 2014 emittiert wurde. Diesen Altinvestoren hatte Athen angeboten, die Staatsanleihe vorzeitig zurückzukaufen, und zwar zu 102,60 % (Tender Offer) plus aufgelaufener Zinsen. Hier verlängerten Investoren ihr Fälligkeitenprofil in Griechenlandanleihen, indem sie in die jetzt neu emittierte Anleihe gingen. Das Land wird von den Ratingagenturen mit "CCC" bzw. mit "Single-B minus" benotet.

Am Markt herrschte keine Euphorie mit Blick auf den Bond-Deal der Griechen. Es wurde nicht von einem überragenden Erfolg mit Blick auf die Nachfrage gesprochen. Es sei ein Meilenstein für das Land gewesen, das in den vergangenen Jahren seit dem Höhepunkt der Staatsschuldenkrise 2012 einige Fortschritte machen konnte und nun auch wieder am Markt auftreten kann. Es sei den Griechen zusammen mit den Leads gelungen, erfolgreich am Markt aufzutreten und sich wieder selbständig zu refinanzieren. Ein anderer Banker wies aber auch darauf hin, dass die Nachfrage nach dem neuen Bond aus Athen vielleicht etwas unter den Erwartungen für diesen Deal gelegen haben könnte. Für die Griechen kommt es laut Marktteilnehmern darauf an, die Grundlage für künftige Auftritte zu schaffen und die Investorenbasis zu diversifizieren. Es wurde aber auch die Frage aufgeworfen, warum man damit Ende Juli begonnen habe.

Börsen-Zeitung, 26.07.2017, Autor kjo Frankfurt, Ausgabe Nr. 141, Seite 13, 474 Worte.

25.7.2017 - Druck auf Autoaktien verstärkt sich

Börsen-Zeitung, 25.7.2017

ck Frankfurt - Der Druck auf die Aktien der deutschen Automobilhersteller hat sich am Montag verstärkt. belastet von den schweren Kartellvorwürfen, stellte die Branche die drei Tagesverlierer des Dax. Vor allem BMW (-2,8 %) gaben nach. Daimler und Volkswagen verloren 2,7 % bzw. 1,4 %. Unter den Stoxx-Branchenindizes war derjenige des Autosektors mit einer Einbuße von 1,2 % der Tagesverlierer. Im europäischen Ausland war Peugeot mit einem Minus von 1,8 % auf 18,15 Euro der schwächste Wert der Branche. Grund hierfür war eine negative Studie von HSBC. Die britische Großbank stufte die Aktie mit einem von 24 auf 20 Euro reduzierten Kursziel von "Buy" auf "Hold" zurück. Renault schlossen mit einem Verlust von 0,3 %

Eine mögliche Strafe für die an einer potenziellen Absprache beteiligten Unternehmen könne signifikant sein, so Warburg Research. "Nach unserem Wissen wurde die bislang höchste Strafe (2,9 Mrd. Euro) gegen Lkw-Hersteller wegen einer 14-jährigen Phase von Preisabsprachen verhängt." Angesichts höherer Erlöse bei Automobilherstellern und eines sogar noch längeren Zeithorizonts werde eine eventuelle Strafe möglicherweise noch höher ausfallen.

Der Dax, der auch von den höheren Kursniveaus des Euro belastet wurde, sank bis auf 12 142 Punkte, um sich anschließend deutlich von seinen Tagestiefstständen abzusetzen. Nach einem Hoch von 12 236 beendete er den Handel mit einem Plus von 0,3 % bei 12 209 Zählern. Der Euro Stoxx 50 lag zuletzt mit einem Plus von 0,04 % bei 3 453 Punkten.

Ryanair schwach

Neben der Automobil- sorgte auch die Luftfahrtbranche für Aufmerksamkeit. Ryanair büßten nach der Vorlage der Quartalszahlen 1,1 % ein. Zwar ist der Gewinn der Billigairline im Vorjahresvergleich um 55 % gestiegen. Das Unternehmen warnte jedoch, dass die Ticketpreise im Sommer stark sinken würden. Im Sog von Ryanair gaben in London Easyjet und Wizz Air um 2,8 % und 1,2 % nach. Lufthansa schlossen mit einem Plus von 0,5 %.

Julius Bär legen deutlich zu

Europaweiter Verlierer des Tages waren jedoch Gemalto, die in Amsterdam um 19,7 % einbrachen. Das Unternehmen, das unter anderem SIM-Karten anbietet, schockte den Markt mit seiner vierten Gewinnwarnung seit dem zurückliegenden Oktober. Gemalto erwartet nun im zweiten Halbjahr ein Ergebnis zwischen 200 und 230 Mill. Euro. Im April hatte es noch ein Ergebnis von 300 bis 350 Mill. Euro avisiert. In Zürich befestigten sich Julius Bär um 4,5 %. Die Privatbank wies für die ersten sechs Monate die höchsten Zuflüsse seit der Finanzkrise aus.

Philips stiegen dagegen um 4 %. Das Unternehmen wies für das zweite Quartal einen um 15 % gestiegenen Gewinn aus. In London kletterten B & M European Value Retail um 4,9 %. Hintergrund war ein Bericht, nach dem die britische Wal-Mart-Tochter Asda 4,4 Mrd. Pfund für die Gesellschaft bietet.

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- Berichte zur Autobranche Seiten 1 und 7

- Berichte zu Ryanair Seiten 1 und 9

- Bericht zu Philips Seite 8

Börsen-Zeitung, 25.07.2017, Autor ck Frankfurt, Ausgabe Nr. 140, Seite 13, 460 Worte.

21.7.2017 - Anleger machen bei Lufthansa Kasse

Börsen-Zeitung, 21.7.2017

ku Frankfurt - Anleger haben am Donnerstag bei der Lufthansa-Aktie Kasse gemacht. Der Kurs brach um 8,6 % auf 19,06 Euro ein. Kursbeeinflussende Nachrichten gab es keine. Das Marktumfeld gilt als positiv, Wettbewerber Easyjet hatte am Morgen sogar noch die Prognose für den Geschäftsverlauf angehoben. Händler sagten, es seien nun offenbar größere Investoren ausgestiegen. Sie verwiesen auf Gewinnmitnahmen. Die Verkäufe hatten bereits Anfang der Woche eingesetzt. Die Lufthansa-Aktie ist mit einem Kursanstieg von - auch nach dem gestrigen Kursverlust - rund 55 % im laufenden Jahr einer der im deutschen Leitindex am besten gelaufenen Titel. Zum Vergleich: Der Index selbst kommt im gleichen Zeitraum auf ein Plus von 8,4 %.

Auch bei anderen Airlines wurden am Donnerstag Gewinne mitgenommen. Easyjet verbilligten sich trotz der Prognoseanhebung um 5,9 % auf 13,34 Pfund. British-Airways-Mutter IAG gab um 3,9 % auf 5,87 Pfund nach und Ryanair um 3,2 % auf 18,15 Euro. Einen Kurssturz von 17,4 % auf 7,38 Euro gab es beim Telekommunikationsausrüster Adva Optical. Die vorgelegten Ergebniszahlen kamen nicht gut an, zudem hat vor allem der Ausblick auf das dritte Quartal enttäuscht.

Die Ergebnisse der geldpolitischen Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) haben den Dax am Donnerstag nur kurzzeitig gestützt. Auf den Hinweis von EZB-Präsident Mario Draghi, das Anleihekaufprogramm werde bis Ende 2017 oder länger laufen, kletterte der deutsche Leitindex auf ein Tageshoch von 12 576 Punkten. Als dann Draghi aber anmerkte, im Herbst werde die Diskussion über die Zukunft des Programms geführt, sackte der Dax wieder deutlich ab. Den Handel beendete er mit 12 447 Punkten in etwa auf Vortagsniveau. Der Euro Stoxx 50 büßte 0,1 % auf 3 497 Zähler zu. Charttechnische Impulse trieben Siemens an. Der Kurs der Aktie befestigt sich um 1,3 % auf 118,10 Euro. Die Aktie kletterte über die vielbeachtete 200-Tage-Durchschnittslinie. Zum Wochenbeginn war die Aktie erstmals seit Juli 2016 unter diese Linie gerutscht.

Zeitweise um bis zu 0,8 % ins Minus fielen SAP. Die von dem Softwarekonzern vorgelegten Quartalszahlen haben die Anleger nicht überzeugt. Bemängelt wurden der Rückgang der Gewinnmarge und das Wachstum im Cloud-Geschäft. Allerdings hat der Konzern seine Umsatzprognose leicht angehoben. Im späteren Tagesverlauf setzten Käufe ein, der Titel stieg über den Schlussstand vom Vortag. Den Handel beendete er mit einem Minus von 0,2 % auf 91,11 Euro.

Deutsche Telekom legten um 0,6 % auf 15,74 Euro zu. Die US-Tochter T-Mobile US hat im Quartal überraschend viele neue Kunden hinzugewonnen. Zudem wurde der Gewinn der Tochter mehr als verdoppelt.

Gut kamen am Markt die von Krones vorgelegten Quartalszahlen an. Die Aktie verteuerte sich um 1,5 % auf 108,35 Euro. Die Aktie nähert sich wieder ihrem vor anderthalb Jahren erreichten Rekordhoch von 117,10 Euro an.

Sehr freundlich wurden die Zahlen des Autozulieferers Hella aufgenommen. Der Aktienkurs zog um 3,6 % auf 47 Euro an. Im Geschäftsjahr 2016/17 nahmen die Umsätze um 3,7 % zu. Das operative Ergebnis stieg um 12 %.

Börsen-Zeitung, 21.07.2017, Autor ku Frankfurt, Ausgabe Nr. 138, Seite 17, 472 Worte.

20.7.2017 - Dax holt Vortagsverluste nicht auf

Börsen-Zeitung, 20.7.2017

ku Frankfurt - Nach den kräftigen Verlusten des Vortags hat der Dax am Mittwoch trotz eines dynamischen Handelsstarts nicht viel Boden gutmachen können. Zeitweise rutschte der Index auch wieder in die Verlustzone. Sein Tageshoch markierte der Dax bei 12 472 Punkten, er blieb damit unter der viel beachteten Marke von 12 500 Zählern. Aus dem Handel ging der deutsche Leitindex mit einem kleinen Plus von 0,2 % auf 12 452 Punkten. Der Euro Stoxx 50 zeigte sich etwas dynamischer mit einem Schlussstand von 3 500 Zählern, ein Aufschlag von 0,6 % gegenüber Vortag. Wenig Eindruck machte hierzulande, dass die US-Aktienindizes S & P 500 und Nasdaq Composite Allzeithochs markierten.

Gefragt waren insbesondere Technologietitel. Diese wurden von den besser als erwartet ausgefallenen Zahlen von Netflix angetrieben. So kamen SAP auf ein Plus von 1,7 % auf 91,33 Euro. Infineon legten um 1,8 % auf 19,42 Euro zu. Die Infineon-Aktie profitierte auch davon, dass die Analysten der Commerzbank ihre Kaufempfehlung und das Kursziel von 23 Euro für den Titel bestätigt haben. Die Experten der Bank gehen davon aus, dass Infineon im dritten Quartal die Markterwartungen weitgehend erfüllen wird.

Commerzbank selbst zeigten sich jedoch schwach. Die Aktie büßte 2,8 % auf 10,53 Euro ein. Händler sagten, die Herabstufung der Aktie auf "Neutral" durch die Analysten der schweizerischen Großbank UBS habe Verkäufe ausgelöst. Die Analysten rechnen mit schwachen Erträgen, die die Zahlen für das zweite Quartal belasten würden. Zudem machen sich Anleger Sorgen hinsichtlich Strafzahlungen von Banken für die von den Finanzbehörden als illegal angesehenen Cum-cum-Geschäfte. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat einen Fragebogen an alle 1 600 deutschen Kreditinstitute versendet, in dem sie nachfragt, mit welchen Belastungen aus diesen Geschäften zu rechnen sei. Der Kurs des Großküchenausstatters Rational gab um 1,3 % auf 523 Euro nach. Die Analysten der britischen Großbank HSBC haben ihre Einstufung des Titels von "Buy" auf "Hold" reduziert. Sie begründen dies damit, dass der Kurs seit der Anhebung der Umsatzprognose am 11. Juli bereits um mehr als 12 % gestiegen sei. Zeitweise gaben Rational fast um 5 % nach. Evonik kamen um 0,8 % auf 29,65 Euro voran. Händler verwiesen auf charttechnische Impulse, nachdem die Aktie die Widerstandszone bei 29 Euro überwunden hat.

Fest zeigten sich auch Sixt mit einem Plus von 1,9 % auf 56,95 Euro. Mit in der Spitze 57,21 Euro markierte der Titel ein Allzeithoch. Analysten hatten die Aktie zuvor zum Kauf empfohlen und dabei auf die positive Entwicklung der Buchungen bei Sixt vor allem in Urlaubsgebieten wie Spanien hingewiesen. Zu den Gewinnern gehörten auch Rheinmetall mit einem Aufschlag von 2,4 % auf 88,83 Euro. Händler verwiesen auch hier auf positive Analystenstimmen von der Commerzbank.

Börsen-Zeitung, 20.07.2017, Autor ku Frankfurt, Ausgabe Nr. 137, Seite 13, 437 Worte.

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