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Börsen-Zeitung

Immer gut informiert – aktuelle Marktberichte aus der Börsen-Zeitung

Die Börsen-Zeitung ist die einzige ausschließlich auf den Finanzsektor ausgerichtete Zeitung Deutschlands. Das in Frankfurt am Main herausgegebene Börsenpflichtblatt erscheint täglich dienstags bis sonnabends und berichtet über die aktuellen Entwicklungen an den deutschen und internationalen Finanzplätzen. 

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13.1.2017 - Türkische Lira unterbricht Kurssturz

Börsen-Zeitung, 13.1.2017

ck Frankfurt - Die türkische Währung, die am Mittwoch noch auf ein weiteres Rekordtief von 3,94 Lira pro Dollar abgerutscht war, hat ihren Kurssturz gestern unterbrochen. Nach einem Hoch von 3,75 ging sie zuletzt zu 3,76 Lira pro Dollar um. Gestützt wurde sie unter anderem von der türkischen Zentralbank, die ein Geldmarktgeschäft mit einwöchiger Laufzeit ausfallen ließ, was Banken zwang, sich Mittel zu höheren Zinsen zu beschaffen.

Allerdings wurde sie ebenso wie etwa der mexikanische Peso auch von der Schwäche des US-Dollar gestützt, der auf breiter Front nachgab. Ursache war die Pressekonferenz von Donald Trump vom Vortag. Aus Sicht der Marktteilnehmer war die Rede eine Enttäuschung, weil Trump keine Einzelheiten zu seinen wirtschaftspolitischen Plänen preisgab. Die Aussicht auf Steuersenkungen und Ausgaben vor allem für die Infrastruktur hatten in den Wochen zuvor Erwartungen über ein Anziehen der US-Inflation und damit deutlicher steigende amerikanische Zinsen geschürt, so dass ein Teil davon ausgepreist wurde.

Euro auf Achtwochenhoch

Zudem sind die gestern veröffentlichten Importpreise im Dezember im Vormonatsvergleich um 0,4 % gestiegen, was deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb. Laut Bloomberg hatten Volkswirte im Durchschnitt einen Anstieg um 0,7 % erwartet. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung entsprachen dagegen mit 247 000 Anträgen in etwa den Erwartungen (255 000). Euro und Yen erreichten bei 1,0684 Dollar sowie 113,76 Yen pro Dollar jeweils das höchste Niveau seit acht Wochen. Zuletzt lagen der Euro und die japanische Währung mit 1,0667 Dollar und 113,85 Yen pro Dollar mit 0,8 % bzw. 1,3 % im Plus. Das britische Pfund lag kaum verändert bei 1,2207 Dollar.

Einzelhandelsumsatz

Heute werden in den USA unter anderem die Großhandelspreise vom Dezember bekannt gegeben. Laut Bloomberg erwartet der Konsens bereinigt um Lebensmittel- und Energiepreise einen Anstieg gegenüber dem November um 0,1 %. Außerdem steht der Einzelhandelsumsatz vom Dezember an. Hier ist die Markterwartung auf einen Anstieg um 0,7 % eingestellt. Hinzu kommt der Verbrauchervertrauensindex der Universität Michigan vom Januar. Der Konsens geht von einem Anstieg von 98,2 auf 98,5 Punkte aus.

Börsen-Zeitung, 13.01.2017, Autor ck Frankfurt, Ausgabe Nr. 9, Seite 17, 326 Worte.

11.1.2017 - FTSE 100 und Nasdaq erreichen erneut Rekorde

Börsen-Zeitung, 11.1.2017

ck Frankfurt - An den angelsächsischen Aktienmärkten setzt sich die Rekordjagd unvermindert fort. In London stieg der FTSE 100 gestern auf ein Allzeithoch von 7 285 und schloss mit einem Gewinn von 0,6 % bei 7 283 Punkten, in New York erreichte der Nasdaq Composite erneut einen Rekord. Der Dax bewegte sich dagegen kaum von der Stelle und lag nach einem Hoch von 10 607 zuletzt mit einem Plus von 0,2 % bei 11 583 Zählern. Gehemmt wurde der Markt u.a. von dem stärkeren Euro.

Analystenkommentare sorgten bei Einzelwerten für stärkere Bewegungen. So gaben Commerzbank vorübergehend deutlich nach und schlossen nach einem Tief von 7,41 mit einem Minus von 0,7 % bei 7,61 Euro. Die Aktie wurde von einem negativen Kommentar der UBS belastet. Das Institut stufte den Wert bei einem allerdings von 5,40 auf 6,50 angehobenen Kursziel von "Neutral" auf "Sell" herab. Zwar seien höhere Zinsen für die Bank positiv. Es werde jedoch Jahre dauern, bis das Institut in nennenswertem Umfang davon profitieren werde. Dagegen stiegen Siemens um 1,5 % auf 117,75 Euro. Diese Aktie wurde von UBS bei einem von 105 auf 131 angehobenen Kursziel von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft. Das Institut rechnet mit einer Neubewertung der Aktie. Die Investoren unterschätzten die Entflechtungsmaßnahmen der Unternehmensführung.

Fresenius Medical Care legten als zweitstärkster Dax-Wert um 2,5 % zu, nachdem die Aktie am Vortag von Risiken im US-Dialysegeschäft belastet worden war und 6,8 % verloren hatte. Deutsche Telekom gaben 0,9 % auf 16,25 Euro ab. Goldman Sachs stufte den Titel von "Buy" auf "Neutral" zurück und senkte das Kursziel für den Wert von 18,30 auf 17,40 Euro.

J.P. Morgan ist für die Quartalsberichtssaison zuversichtlich. Angesichts von KGV-Bewertungen auf dem höchsten Niveau seit zehn Jahren und steigenden Anleiherenditen sei entscheidend, dass die Unternehmensergebnisse eine eindeutige Wende nach oben zeigten. Tatsächlich habe die Mini-Ergebnisrezession, die über vier Quartale angehalten habe, im dritten Quartal 2016 geendet. Die bevorstehende Ergebnisberichtssaison für das vierte Quartal werde ein klar positives Wachstum der Ergebnisse je Aktie im Vorjahresvergleich zeigen. Die Bank begründet dies mit einer stärkeren Konjunktur und höheren Rohstoffpreisen, die ebenso wie Anzeichen einer verbesserten Preissetzungsmacht die Erlösentwicklung verbesserten, was wahrscheinlich den sich aufbauenden Lohndruck kompensieren werde. Die Bank glaubt, dass der Konsens mit einem erwarteten Ergebniswachstum im Vorjahresvergleich von zwischen 5 % und 7 % die Aussichten für die USA und den Euroraum unterschätzt.

Börsen-Zeitung, 11.01.2017, Autor ck Frankfurt, Ausgabe Nr. 7, Seite 13, 386 Worte.

6.1.2017 - Analystenurteil drückt Kurse von Versicherern

Börsen-Zeitung, 6.1.2017

ku Frankfurt - Der europäische Aktienmarkt hat sich auch am Donnerstag ohne nennenswerte Dynamik gezeigt. Der Dax verharrte mit 11 585 Punkten auf Vortagesstand. Der Euro Stoxx 50 verharrte bei 3 316 Zählern.

Schwach zeigten sich die Aktien einiger Versicherer. So büßten Talanx 3,7 % auf 31,16 Euro ein. Die Analysten von J.P. Morgan stuften die Aktie von "Overweight" auf "Neutral" herunter. Als Kursziel halten sie 32 Euro für angemessen. Hannover Rück verbilligten sich um 2,9 % auf 102,55 Euro. J.P. Morgan hat die Aktie von "Neutral" auf "Underweight" zurückgestuft. Das Kursziel wurde von 108 Euro auf 102 Euro gesenkt.

Fest zeigten sich im Dax nach positiven Analystenkommentaren die Deutsche Post sowie Vonovia. Deutsche Post verzeichneten ein Kursplus von 1,7 % auf 31,86 Euro. Die Analysten der Deutschen Bank haben den Titel von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 28,20 Euro auf 35 Euro erhöht. Sie verwiesen auf die Erwartung einer stärkeren und länger anhaltenden Wachstumsphase der Paketsparte DHL. Vonovia befestigten sich um 2 % auf 31,41 Euro. Die Analysten von Exane BNP haben die Aktie von "Neutral" auf "Outperform" hochgestuft. Sie verwiesen auf starke Fundamentaldaten, auch wenn steigende Anleiherenditen dem Unternehmen das Leben schwerer machten. Auf ein Minus von 0,8 % auf 18,12 Euro kamen Deutsche Bank. Das Institut gab bekannt, ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung in den USA sei gegen Zahlung von 95 Mill. Euro beendet worden.

Zu den Verlierern gehörten indes Linde mit einem Minus von 0,7 % auf 154,70 Euro. Die Experten des US-Analysehauses Bernstein haben zwar ihre Anlageempfehlung von "Underperform" auf "Marketperform" angehoben und das Kursziel von 118 Euro auf 142 Euro erhöht. Sie merken aber an, der Zusammenschluss mit Praxair sei bereits im Kurs enthalten. Zudem befürchten sie, dass das europäische Geschäft stagnieren könnte. Sehr fest präsentierte sich hingegen der SDax-Wert VTG. Der Kurs befestigte sich um 2,1 % auf 30,77 Euro. Mit zeitweise 30,81 Euro wurde ein Rekordhoch markiert. Kursbeeinflussende Nachrichten gab es zwar nicht. Marktteilnehmer wiesen aber darauf hin, dass sich die Geschäftsaussichten in Osteuropa für das Unternehmen verbesserten.

Der Kurs des Anlagenbauers Dürr gab um 4,5 % auf 74,62 Euro nach. Die Analysten der Frankfurter Privatbank Metzler haben die Aktie gleich um zwei Stufen von "Buy" auf "Sell" herabgestuft. Sie befürchten negative Auswirkungen durch die Aufgabe des geplanten mexikanischen Automobilwerks durch den US-Hersteller Ford.

Bei der 1858 gegründeten traditionsreichen US-Kaufhauskette Macy's brach der Aktienkurs im frühen Handel an der Wall Street um rund 14 % ein. Das Unternehmen gab eine Gewinnwarnung heraus. 10 000 Stellen werden abgebaut. 100 der 730 Filialen werden geschlossen.

Börsen-Zeitung, 06.01.2017, Autor ku Frankfurt, Ausgabe Nr. 4, Seite 18, 419 Worte.

5.1.2017 - Gewinnmitnahmen machen Dax zu schaffen

Börsen-Zeitung, 5.1.2017

ku Frankfurt - Am europäischen Aktienmarkt ist es am Mittwoch zu Gewinnmitnahmen gekommen. Nach anfänglichen Verlusten schloss der Dax mit 11 584 Punkten in etwa auf Vortagesstand. Der Euro Stoxx 50 legte minimal um 0,1 % auf 3 318 Zähler zu. Händler sagten, die leichte Erholung des Euro habe auf dem Markt gelastet. Die Gemeinschaftswährung legte mit Blick auf die Entwicklung der Inflationsrate der Eurozone zu. Wegen der gestiegenen Energiepreise lag die Geldentwertung im Dezember bei 1,1 % und damit auf dem höchsten Stand seit drei Jahren. Marktteilnehmer betonten, ein nachhaltiger Anstieg könnte die EZB dazu bewegen, ihr Anleihenkaufprogramm einzuschränken. Allerdings wiesen Analysten darauf hin, dass die Kernrate der Geldentwertung, die die Energiepreise ausblendet, weiterhin schwach ist.

Sehr fest zeigten sich Deutsche Bank mit einem Aufschlag von 3,1 % auf 18,26 Euro. Die Analysten der britischen Investmentbank Barclays haben das Kursziel für die Aktie deutlich von 12,50 Euro auf 19 Euro angehoben. Allerdings haben sie ihre Einstufung des Titels bei "Equal-Weight" belassen. Zudem teilte die Deutsche Bank mit, dass die von ihr aufgelegten Immobilienfonds im vergangenen Jahr Objekte im Wert von 3,74 Mrd. Euro gekauft beziehungsweise verkauft hätten. Dies sei ein neuer Rekordwert.

Lufthansa verteuerten sich um 2,2 % auf 12,76 Euro. Die Airline teilte mit, dass sie im laufenden Jahr mehr als 3 000 Mitarbeiter zusätzlich einstellen will. Darunter sollen etwa 2 200 Flugbegleiter sein. Am Lufthansa-Drehkreuz Frankfurt will die Fluggesellschaft 1 400 Mitarbeiter zusätzlich beschäftigen.

Textileinzelhandel schwach

Sehr schwach zeigten sich die europäischen Werte aus dem Textileinzelhandel. Ursache dafür war eine Gewinnwarnung des britischen Modehändlers Next. Die Aktie der britischen Gesellschaft stürzte um 14,4 % auf 41 Pfund ab. Zeitweilig betrug das Minus 15 %. In einer Mitteilung von Next war von einem schwierigen Weihnachtsgeschäft die Rede. Mit Blick auf nachlassende Konsumausgaben sowie die Schwäche des britischen Pfund rechnet das Unternehmen mit einem herausfordernden Jahr 2017. Im vierten Quartal gaben die Erlöse des Einzelhändlers im Vorjahresvergleich um 7 % nach. "Next benötigt ein Sanierungskonzept", betonten die Analysten des britischen Brokerhauses ETX Capital. Im Gefolge der Next-Aktie büßten Marks & Spencer 6,1 % auf 3,28 Pfund ein. Die Aktie der schwedischen Hennes & Mauritz verbilligte sich um 1,9 % auf 247 skr. Die Aktie der Zara-Muttergesellschaft Inditex büßte 0,9 % auf 31,97 Euro ein. Associated British Foods, die Mutter des Billigtextilienhändlers Primark, verzeichnete einen Rückgang des Aktienkurses um 3,7 % auf 25,91 Euro.

Im MDax gehörten Hella (-2,2 % auf 35,50 Euro) zu den schwächsten Titeln. Mainfirst hat die Aktie von "Outperform" auf "Neutral" herabgestuft. Die Rede ist von einer tristen Erlösdynamik, die sich auch im zweiten Quartal des Geschäftsjahres nicht geändert haben dürfte.

Nordex gefragt

Im TecDax legten Nordex um 2,6 % auf 21,16 Euro zu. Die Analysten der US-Investmentbank Goldman Sachs belassen die Aktie auf ihrer "Conviction Buy List", bei einem Kursziel von 31 Euro. Die Hersteller von Windkraftanlagen hätten im vierten Quartal ein enormes Auftragswachstum vorweisen können, betonen die Analysten.

Börsen-Zeitung, 05.01.2017, Autor ku Frankfurt, Ausgabe Nr. 3, Seite 13, 482 Worte.

4.1.2017 - Autos und Banken stabilisieren den Dax

Börsen-Zeitung, 4.1.2017

sts Frankfurt - Kursgewinne bei Auto- und Bankwerten haben die europäischen Aktienmärkte am Dienstag stabilisiert. Sie sorgten dafür, dass der Dax kaum verändert mit 11 584 Stellen aus dem Handel ging, während der Euro Stoxx 50 rund 0,3 % fester bei 3 317 Stellen schloss. Den Dax bremsten Kursverluste bei Indexschwergewichten wie Siemens und BASF.

Europaweit griffen die Anleger bei den Autowerten zu. Der Stoxx-Branchenindex gewann daraufhin 1,2 %. Volkswagen-Vorzüge, BMW und Daimler zählten mit Kursgewinnen von 1 bis 2 % zu den Favoriten im Euro Stoxx 50 und im Dax. "Zum einen hilft die Euro-Schwäche, zum anderen haben sie gegenüber anderen Dax-Werten Nachholbedarf", sagte ein Händler. Der Euro rutschte bis auf 1,0342 Dollar und erreichte damit ein frisches 14-Jahres-Tief. Damit werden die Exporte aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt günstiger. Die deutschen Autobauer dürften davon besonders profitieren. 2016 war trotz der Euro-Abwertung für die Autowerte kein gutes Jahr: VW verloren mit 0,3 % noch am wenigsten, BMW und Daimler büßten hingegen je etwa 9 % ein. Der Dax legte 7 % zu. Am Dienstag waren auch die Aktien der französischen Autobauer gefragt: Peugeot und Renault stiegen an der Pariser Börse um 4,4 % bzw. 1,3 %. Die Papiere des italienisch-amerikanischen Autobauers Fiat Chrysler kletterten in Mailand in der Spitze um über 4 %.

Gefragt waren auch Bankwerte, der Stoxx-Branchenindex gewann 2,9 %. Die Commerzbank-Aktie war mit einem Plus von 4,3 % größter Gewinner im Dax. Im MDax verteuerten sich die Aktien von Deutsche Pfandbriefbank und Aareal Bank jeweils um 2,7 %.

Marktteilnehmer begründeten die Kursgewinne mit der Aussicht auf steigende Zinsen, was auch die Gewinne der Geldhäuser steigen lassen dürfte. Die Zinsfantasien wurden geweckt vom Anstieg der Inflationsraten in Deutschland und Frankreich. Die deutschen Verbraucherpreise stiegen im Dezember nach offiziellen Angaben um 1,7 % und damit so stark wie seit Mitte 2013 nicht mehr. In Frankreich betrug die Jahresteuerung im Dezember 0,8 % und damit so viel wie zuletzt im Mai 2014.

Etwas hinter der Branche her hinkten gestern die Aktien der Deutschen Bank, die sich um 1 % verteuerten. Anleger folgten nach den 50-prozentigen Kursgewinnen der vergangenen drei Monate zunächst der Empfehlung von Kepler Cheuvreux zu Gewinnmitnahmen. Die Titel fielen daraufhin um bis zu 2,5 %. Die Analysten von Kepler Cheuvreux hatten die Aktien auf "Hold" von "Buy" heruntergestuft. Nach dem milliardenschweren Vergleich der Bank mit den US-Behörden im Hypothekenstreit kurz vor Weihnachten seien Gewinnmitnahmen zu empfehlen.

Mit einem Kursgewinn von 0,9 % reagierten die im TecDax notierten Aktien des Windkraftanlagenbauers Nordex auf zwei Aufträge aus Argentinien über 148 Megawatt. Damit sieht das Hamburger Unternehmen den Einstieg in den Wachstumsmarkt Argentinien gelungen. Experten rechnen bei Windkraftanlagen an Land je installiertem Megawatt Leistung mit einem Auftragswert von rund 1 Mill. Euro.

Ihre jüngsten Kursgewinne bauten Medigene aus und legten 5,9 % zu. Biotech-Werte erfreuen sich derzeit der Anlegergunst.

Börsen-Zeitung, 04.01.2017, Autor sts Frankfurt, Ausgabe Nr. 2, Seite 13, 464 Worte.

3.1.2017 - Dax nimmt seine Rally wieder auf

Börsen-Zeitung, 3.1.2017

ku Frankfurt - Am ersten Handelstag des neuen Jahres hat sich der europäische Aktienmarkt in guter Verfassung gezeigt. Der Dax legte um 1 % auf 11 598 Punkte zu. Der Euro Stoxx 50 verbesserte sich um 0,6 % auf 3 309 Zähler. Der MDax erreichte mit 22 476 Punkten ein Rekordhoch.

Zu den Gewinnern gehörten Volkswagen-Vorzüge mit einem Plus von 3,3 % auf 137,75 Euro. "Bild am Sonntag" hat berichtet, dass es noch in der verbleibenden Amtszeit von US-Präsident Barack Obama, also bis zum 20. Januar, eine Einigung des Konzerns mit den US-Behörden über Strafzahlungen in der Dieselaffäre geben soll.

RWE legten um 2,3 % auf 12,09 Euro zu. Konzernchef Rolf Martin Schmitz sagte der Tageszeitung "Die Welt", der Konzern könne die von der Bundesregierung geforderte Zahlung von rund 6,8 Mrd. Euro für den staatlichen Fonds zur Finanzierung der atomaren Endlagerung zur Jahresmitte auf einen Schlag leisten. RWE müsse daher nicht auf die Möglichkeit einer Ratenzahlung zurückgreifen.

Fest zeigten sich aber auch Eon mit einem Aufschlag von 1,8 % auf 6,82 Euro. In einem Interview stellte Konzernchef Johannes Teyssen in Aussicht, dass Eon schlanker werden soll. In der Verwaltung sollen zahlreiche Arbeitsplätze abgebaut werden. Der Abbau erfolge im Rahmen des Rationalisierungsprogramms "Phoenix", mit dem rund 400 Mill. Euro eingespart werden sollen.

Einen Kurssprung von 8,3 % auf 12,89 Euro verzeichneten Medigene. In der Spitze erreichte die Aktie 13,04 Euro, dies ist der höchste Stand seit Sommer vergangenen Jahres. Nach einer kurzen Verschnaufpause setzt die Aktie somit ihren Höhenflug fort. Auch andere Biotechnologiewerte waren am Montag gefragt. So verzeichneten Morphosys einen Anstieg von 4,4 % auf 50,90 Euro. Evotec kamen um 3,4 % auf 7,70 Euro voran.

Lanxess verteuerten sich um 2,5 % auf 63,92 Euro. Die Analysten von Kepler Cheuvreux haben ihre Kaufempfehlung für den Titel bestätigt und das Kursziel von 70 Euro auf 78 Euro erhöht. Die Geschäfte des Chemiekonzerns seien im vierten Quartal besser gelaufen als der Markt erwartet habe, glauben die Analysten. Sie haben daher ihre Gewinnerwartungen für die Jahre 2016 bis 2018 nach oben korrigiert.

Am Montag blieben noch viele internationale Börsen feiertagsbedingt geschlossen. So fand an der London Stock Exchange kein Handel statt, ebenso an den chinesischen Festlandsbörsen in Schanghai und Shenzhen. Ebenfalls nicht geöffnet hatten die Handelsplätze in Hongkong, Tokio sowie Sydney.

Börsen-Zeitung, 03.01.2017, Autor ku Frankfurt, Ausgabe Nr. 1, Seite 13, 373 Worte.

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