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Immer gut informiert – aktuelle Marktberichte aus der Börsen-Zeitung

Die Börsen-Zeitung ist die einzige ausschließlich auf den Finanzsektor ausgerichtete Zeitung Deutschlands. Das in Frankfurt am Main herausgegebene Börsenpflichtblatt erscheint täglich dienstags bis sonnabends und berichtet über die aktuellen Entwicklungen an den deutschen und internationalen Finanzplätzen. 

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23.2.2017 - Flucht in Sicherheit hält an

Börsen-Zeitung, 23.2.2017

ck Frankfurt - Durch die Flucht in sichere Häfen hat sich die Talfahrt der Bundrenditen am Mittwoch verstärkt. So rutschte die laufende Verzinsung in der zweijährigen Laufzeit bis auf ein Rekordtief von - 0,92 % ab, womit sie seit dem Donnerstag um 15 Basispunkte (BP) gefallen ist. Anders als am Vortag gaben die Renditen auch im langen Bereich deutlich nach. In der zehnjährigen Laufzeit sank die Verzinsung gestern um drei Stellen auf 0,27 %.

Das gedrückte Renditeniveau führte bei der zehnten Aufstockung der im Jahr 2044 fälligen 2,5 %-Bundesanleihe zu einer deutlichen Unterdeckung. Bei einem angestrebten Betrag von 1 Mrd. Euro reichten 22 der 36 Mitglieder umfassenden Bietergruppe Bundesemissionen 32 Gebote für nur 733 Mill. Euro ein. Zugeteilt wurden 583 Mill. Euro zu einer Durchschnittsrendite von 1,04 % nach 0,62 % bei der Vorgängerauktion vom September 2016. 417 Mill. Euro wurden zur Marktpflege einbehalten. Die Bid-to-Cover-Ratio lag bei 1,3 nach 1,7.

Spanien stark gefragt

Auf eine rege Nachfrage stieß dagegen Spanien mit seiner im Juli 2033 fälligen 2,35 %-Anleihe. Bei einem Volumen von 5 Mrd. Euro gingen für den Titel Orders für mehr als 14 Mrd. Euro ein. Platziert wurde die Anleihe zu 120 BP über der Swap-Mitte, was der Vorgabe entsprach. Federführer waren Barclays, BBVA, HSBC, J.P. Morgan, Natwest und Banco Santander. Moody's und S & P erteilen dem Land die Noten "Baa 2" und "BBB+". Niedersachsen begab eine vierjährige 0 %-Landesschatzanweisung im Volumen von 500 Mill. Euro. Platziert wurde die Anleihe zu 24 BP unter der Swap-Mitte bzw. mit einer Rendite von - 0,223 %. Die Federführung teilten sich Goldman Sachs und Nord/LB.

Die in Singapur ansässige United Overseas Bank begab einen fünfjährigen Covered Bond im Volumen von 500 Mill. Euro mit einem Kupon von 0,125 %. Die Nachfrage war mit mehr als 1 Mrd. Euro recht gut, so dass das Material nach ersten Vorgaben von 14 BP zu 10 BP über der Swap-Mitte untergebracht werden konnte. Die Federführung teilte sich die Emittentin mit Deutscher Bank, DZ Bank, HSBC, UBS und BNP Paribas. Die KBC Group legte eine erstrangige unbesicherte Anleihe mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Volumen von 1,25 Mrd. Euro auf. In den Büchern der Konsorten - neben KBC Barclays, Société Générale, UBS und Unicredit - sammelten sich Orders für mehr als 1,8 Mrd. Euro an. Platziert wurde das mit einem Kupon von 0,75 % ausgestattete Papier zu 63 BP über der Swap-Mitte, nachdem es anfänglich im niedrigen 70er Bereich angepriesen worden war. Die Rendite betrug 0,753 %

Börsen-Zeitung, 23.02.2017, Autor ck Frankfurt, Ausgabe Nr. 38, Seite 18, 413 Worte.

22.2.2017 - Dax klettert auf höchsten Stand seit Mai 2015

Börsen-Zeitung, 22.2.2017

sts Frankfurt - Von HSBC ausgehende Kursverluste bei Bankaktien haben die europäischen Aktienmärkte am Dienstag gebremst. Dennoch schaffte es der Dax dank fester Autowerte zu einem neuen Jahreshoch von 11 988 Stellen. Aus dem Handel fuhr er mit einem Plus von 1,2 % auf 11 967 Zähler und lag damit so hoch wie zuletzt im Mai 2015. Der Euro Stoxx 50 als Leitindex der Eurozone legte 0,8 % auf 3 339 Stellen zu.

Börsianer sprachen angesichts des Jahreshochs von einem möglichen Befreiungsschlag, nachdem der Index zuletzt Schwung verloren hatte und der Rekordjagd an den US-Aktienmärkten hinterhergehinkt war. "Es besteht nun eine sehr gute Chance, dass der Dax zeitnah doch noch die 12 000er Marke anvisiert und auch erreicht", erklärte Jens Klatt, Analyst bei JFD Brokers. Abzuwarten bleibe aber, ob ein Anstieg über die 12 000er Marke auch nachhaltig sei. Zu den größten Gewinnern im Dax zählten die Aktien der Automobilhersteller, so stiegen BMW um 1,7 % und Daimler um 1,4 %.

An die Spitze setzte sich Indexschwergewicht Siemens mit einem Plus von 2,9 % auf 124,85 Euro - einem Rekordschlussstand. Das Tageshoch von 125,15 Euro war der höchste Kurs seit dem Jahr 2000. Das damalige Verlaufsrekordhoch betrug 130,27 Euro. Rückenwind erhielten die konjunktursensiblen Werte von der positiven Stimmung der Einkaufsmanager in der Eurozone und den USA. Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone stieg im Februar um 1,6 Punkte auf 56,0 Punkte, wie das Marktforschungsunternehmen IHS Markit mitteilte. Ein Belastungsfaktor waren jedoch die Bankenwerte, nachdem der britische Branchenprimus HSBC einen Gewinneinbruch wegen Milliardenabschreibungen vermeldete. Die Aktie der Großbank fiel in London um 6,5 % auf 672,2 Pence, nachdem sie zuletzt allerdings auch zu den stärksten Kursgewinnern im Sektor zählte. Der europäische Stoxx-Bankenindex fiel gestern um 1,7 %.

Bei den deutschen Nebenwerten - der MDax erreichte einen Rekordstand von 23 636 Stellen - verteuerten sich Kion nach positiven Analystenkommentaren auf den höchsten Stand seit Mitte Oktober. Zuletzt führten sie den MDax mit einem Plus von 3,9 % an. Kion will seine Finanzierungslast mit der Ausgabe eines Schuldscheindarlehens senken.

Hugo Boss verteuerten sich um 2,8 %. Der Modekonzern habe die richtige Strategie ergriffen, sich auf seine Kernmarke im Premiumsegment zu fokussieren, schrieb Analyst Richard Chamberlain von RBC Capital in einer Studie. Vergangene Woche hatte ein Medienbericht über den Einstieg eines aktivistischen Investors bei dem MDax-Unternehmen den Papieren neuen Schwung verliehen.

Die Anteilscheine von Dialog Semiconductor sprangen als TecDax-Spitzenreiter um 3,3 % hoch. Der Halbleiterhersteller dürfte einer der großen Profiteure der für den Herbst erwarteten Markteinführung von Apples iPhone 8 werden, erklärte J.-P.-Morgan-Analyst Sandeep Deshpande. Auf ein Rekordhoch von 53,92 Euro sprangen Koenig & Bauer nach der Bekanntgabe vorläufiger Jahreszahlen. Zuletzt lagen sie als bester SDax-Wert rund 11 % höher als am Montag. Bei dem Druckmaschinenhersteller sind Umsatz und Vorsteuerergebnis 2016 gestiegen.

Börsen-Zeitung, 22.02.2017, Autor sts Frankfurt, Ausgabe Nr. 37, Seite 13, 453 Worte.

21.2.2017 - MDax, TecDax und SDax auf Allzeithoch

Börsen-Zeitung, 21.2.2017

dm Frankfurt - Zu Wochenbeginn haben die Blue Chips in Frankfurt fester tendiert. Der Dax stieg um 0,6 % auf 11 828 Zähler. Der Technologiewerte-Index TecDax (+ 0,6 % auf 1 899 Punkte) und der Mid-Cap-Index MDax (+ 0,7 % auf 23 454 Zähler) erreichten jeweils sogar ein Allzeithoch - wobei der TecDax als Nachfolger des Neuer-Markt-Index Nemax 50 allerdings die Dotcom Bubble nie erlebt hat. Auch der SDax gewann 0,1 % auf das Rekordhoch von 10 072 Punkten. An Wall Street fand am Montag wegen des Geburtstags von George Washington kein Handel statt, weshalb im späten Geschehen kaum Impulse zu verzeichnen waren. Die US-Investmentbank J.P. Morgan bezeichnete in einer aktuellen Einschätzung den deutschen Aktienmarkt als eine geeignete Absicherung gegen mögliche Marktverwerfungen im Fall eines Siegs der nationalistischen Politikerin Marine Le Pen in den französischen Präsidentschaftswahlen Ende April. Gemessen am Dax würden deutsche Aktien gegenüber der französischen Benchmark CAC 40 mit rund 8 % Abschlag gehandelt. Auch relativ zum MSCI Eurozone würde der Dax im historischen Vergleich günstig gehandelt. Von einer Abschwächung des Euro könnten auch zyklische, exportorientierte deutsche Aktien profitieren.

Der Rückzug des Angebots von Kraft Heinz für den Konsumgüterriesen Unilever (-5,2 % auf 42,50 Euro) dürfte einige Investoren kalt erwischt haben und hat auch die Aktien von Branchennachbarn belastet, die am Freitag im Gefolge der über 140 Mrd. Dollar schweren Offerte einen Schub erhalten hatten. Henkel-Vorzüge büßten 0,8 % auf 119,15 Euro ein, und Beiersdorf verloren 1,7 % auf 84,32 Euro, in Zürich sanken Nestlé um 0,8 % auf 73,25 sfr. Demgegenüber rückten Deutsche Telekom um 2,5 % auf 16,25 Euro und damit auch an die Spitze der Gewinnerliste im Dax vor. Medienberichten zufolge könnte die US-Tochter T-Mobile US in der von Beobachtern erwarteten Konsolidierung auf dem US-Markt mitmischen. Rege gesucht waren auch RWE (+ 1,8 % auf 13,46 Euro) sowie Deutsche Bank (+ 1,6 % auf 18,50 Euro) und Volkswagen-Vorzüge (+ 1,4 % auf 142,15 Euro).

Covestro stachen mit einem Minus von 4,3 % auf 69 Euro hervor. Die Titel des Polyurethanherstellers litten unter Gewinnmitnahmen nach robusten Zahlen für 2016. Die Dividende soll auf 1,35 Euro je Aktie steigen. Kräftig aufwärts ging es mit Steinhoff International (+ 5,3 % auf 5,05 Euro). Die Möbelgruppe verfolgt den Verkauf der afrikanischen Retail-Aktivitäten an Shoprite nicht mehr weiter (vgl. Seite 8).

Börsen-Zeitung, 21.02.2017, Autor dm Frankfurt, Ausgabe Nr. 36, Seite 13, 380 Worte.

17.2.2017 - Steigender Euro trübt Stimmung am Aktienmarkt

Börsen-Zeitung, 17.2.2017

dm Frankfurt - Während der US-Aktienmarkt am Donnerstag gemessen am Dow Jones Industrial und S & P 500 im frühen Handel ein neues Allzeithoch erreichte, haben in Frankfurt Gewinnmitnahmen den Leitindex Dax gedrückt. Zum Handelsschluss notierte der Blue-Chip-Indikator um 0,3 % tiefer auf 11 757 Zählern. Auch der Euro Stoxx 50 ermäßigte sich um 0,5 % auf 3 308 Punkte. Händler verwiesen zur Begründung auch auf den steigenden Euro-Kurs.

Insbesondere Verluste bei Industrie- und Bankwerten belasteten die Performance des Dax. Commerzbank sanken um 2,5 % auf 7,49 Euro, Deutsche Bank gaben um 2 % auf 18,52 Euro ab. Schwächer tendierten auch Automobilwerte: Volkswagen Vz. büßten 1,5 % auf 143,60 Euro ein, BMW 0,9 % auf 85,45 Euro und Daimler 0,4 % auf 67,79 Euro. Größere Avancen verzeichneten dagegen die Aktien von Lufthansa, die 2,2 % auf 13,34 Euro vorankamen. Sie profitierten von der guten Kursentwicklung von Air France-KLM, die in Paris 12,6 % auf 6,18 Euro hochsprangen. Trotz Streiks und Buchungsrückgängen im Gefolge von Terroranschlägen vermochte die französisch-niederländische Airline unter dem Strich mehr zu verdienen, was an der robusten Ergebnisentwicklung von KLM lag. Aufwärts ging es auch für die Dividendenpapiere des Pharma- und Spezialchemiekonzerns Merck KGaA, die 1,3 % auf 101,50 Euro stiegen. Henkel Vz. gewannen 0,7 % auf 117,50 Euro. Auch Deutsche Börse (zum Umtausch) legten 0,8 % auf 83,44 Euro zu. Der Börsenbetreiber hat auf der Jahrespressekonferenz erklärt, für 2017 einen prozentual zweistelligen Ergebnisanstieg zu erwarten und von einer Genehmigung der Fusion mit London Stock Exchange durch die EU auszugehen. In Zürich verloren Nestlé nach enttäuschenden Jahresabschluss und einem vorsichtigen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 1 % auf 72,45 sfr. Die Dividende wird dennoch für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 von 2,25 auf 2,30 sfr. angehoben. Die Aktien des Wettbewerbers Unilever zogen dagegen um 0,8 % auf 39,57 Euro an.

Hugo Boss stiegen um 6,6 % auf 64,18 Euro. Laut "Manager Magazin" hat Groupe Bruxelles Lambert (GBL), hinter welcher der Finanzinvestor Albert Frère steht, einen Anteil von fast 3 % an dem Modekonzern erworben. GBL ist in der belgischen Benchmark BEL 20 gelistet und hält unter anderem Beteiligungen am Zementriesen LafargeHolcim (9,4 %), an der Warenprüfungsgesellschaft SGS (15 %) und am Sportartikelherstelle Adidas (7,2 %). GBL wiederum ist Pargesa Holding kontrolliert, die an der Six Swiss Exchange notiert ist.

Nach bereits am Vortag vorgelegten guten Eckdaten 2016 legten Patrizia Immobilien 5,2 % auf 17,20 Euro zu. Die Titel des Generikaherstellers Stada gewannen 1,1 % auf 56,24 Euro. Kreisen zufolge will die Beteiligungsgesellschaft Advent das Angebot von Cinven für 56 Euro je Aktie oder 4,7 Mrd. Euro überbieten.

Börsen-Zeitung, 17.02.2017, Autor dm Frankfurt, Ausgabe Nr. 34, Seite 17, 426 Worte.

15.2.2017 - Rheinmetall und Nemetschek sehr fest

Börsen-Zeitung, 15.2.2017

ku Frankfurt - Nach einem starken Wochenauftakt ist am deutschen Aktienmarkt am Dienstag erst einmal Stagnation angesagt gewesen. Der Dax ging mit 11 772 Punkten in etwa auf dem Stand vom Montagabend aus dem Handel. Der Euro Stoxx 50 verzeichnete ein kleines Plus von 0,1 % auf 3 309 Zähler.

Die Aussage der amerikanischen Notenbankchefin Janet Yellen vor dem Bankenausschuss des Senats brachte dem Markt keine neuen Impulse. Die Fed-Chefin stellte zwar eine weitere Leitzinsanhebung in Aussicht. Diese sei "wahrscheinlich angemessen", wenn die US-Wirtschaft wie erwartet auf Kurs bleibe. Es könne unklug sein, zu lange mit Zinserhöhungen zu warten, bekannte sie. Yellen äußerte sich nicht dazu, wie sie die Wirtschafts- und Finanzpolitik des neuen US-Präsidenten Donald Trump bewertet. Aussagen dazu, wann die nächste Zinserhöhung erfolgen könnte, gab es ebenfalls nicht. Gemäß den Fed Funds Futures wird an den Märkten mit einer Wahrscheinlichkeit von 36 % damit gerechnet, dass es bereits anlässlich der Zinssitzung vom 15. März zu einer Anhebung kommt.

Ein Kursplus von zeitweise mehr als 2 % verzeichneten RWE. Aus dem Handel ging die Aktie allerdings nur mit einem Aufschlag von 0,9 % bei 13,07 Euro. Immerhin hat der Titel damit den sechsten Handelstag infolge Kursgewinne verzeichnet. Die Analysten von Morgan Stanley haben den Titel von "Equal-weight" auf "Overweight" hochgestuft (vgl. Beitrag auf Seite 18).

Nicht gut kamen am Markt dagegen die Zahlen von Heidelberg Cement an. Die Aktie büßte 3,9 % auf 86,74 Euro ein. Die Anleger reagierten enttäuscht auf die Zahlen zum vierten Quartal. Der Konzern hat den Umsatz zwar um 25 % auf 4,24 Mrd. Euro gesteigert. Am Markt hieß es jedoch, dies relativiere sich, wenn man die Übernahme des Wettbewerbers Italcementi berücksichtige. Im Schlussviertel 2016 ging das operative Ergebnis nach Abschreibungen mit 507 Mill. Euro um 2 % zurück, auf vergleichbarer Basis sogar um 11 %. Gut kam am Markt hingegen an, das PSA Peugeot-Citroën mit General Motors Verhandlungen über den Kauf der europäischen Tochtergesellschaft Opel führt. PSA legten in Paris um 4,3 % auf 18,70 Euro zu. General Motors klettern im frühen Handel an der Wall Street um 4,8 % auf über 37 Dollar. Opel ist für General Motors seit längerem ein Verlustbringer. Peugeot und die deutsche General-Motors-Tochter hatten bereits vor einigen Jahren eine Allianz im Pkw-Bau angestrebt.

Deutliche Kurszuwächse gab es bei einigen Nebenwerten. So verzeichneten die im MDax notierten Rheinmetall ein kräftiges Plus von 5,5 % auf 71,28 Euro. Die Analysten der schweizerischen Großbank UBS haben die Aktie von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 63 auf 80 Euro angehoben. Erstmals seit 2012 sei in der Rüstungssparte ein positiver Cash-flow zu erwarten, merken die Analysten an.

Nemetschek zogen um 5,5 % auf 52,67 Euro an. Die Anlageexperten der Hamburger Privatbank Berenberg verweisen auf den jüngsten Kursrückgang und stufen den Titel von "Hold" auf "Buy" hoch. Das Kursziel erhöhen sie von 46 Euro auf 60 Euro. Das Unternehmen sei als eine Wachstumsgeschichte anzusehen. Die im Branchenvergleich festzustellende Bewertungsprämie der Aktie sei daher gerechtfertigt.

Börsen-Zeitung, 15.02.2017, Autor ku Frankfurt, Ausgabe Nr. 32, Seite 17, 488 Worte.

14.2.2017 - Aussicht auf Bieterkampf treibt Stada-Aktie

Börsen-Zeitung, 14.2.2017

ck Frankfurt - Zum Wochenauftakt sind die Aktienmärkte von deutlich gestärkter Zuversicht getrieben worden. Der Dax stieg am Nachmittag im Sog der auf weitere Rekordhöhen anziehenden Wall Street bis auf 10 813 und beendete den Handel mit einem Gewinn von 0,9 % bei 10 774 Punkten. Gestützt wurde er auch durch den erneut nachgebenden Euro. Der MDax kletterte auf einen Rekord von 23 288 und lag zuletzt mit einem Plus von 1 % bei 23 250 Zählern. Der paneuropäische Stoxx 600 erreichte bei 371 den höchsten Stand seit dem Dezember 2015 und schloss mit einem Gewinn von 0,8 % bei 370 Punkten.

Die Zuversicht spiegelte sich auch in dem als Angstindikator geltenden Volatilitätsindex VDax New, der um 2,7 % auf 14,38 Zähler sank. Auslöser war eine wieder positivere Sicht auf die neue US-Regierung. Sie hatte sich zur Ein-China-Politik bekannt, zudem hatte ein betont harmonisches Treffen zwischen Trump und dem japanischen Premierminister Shinzo Abe stattgefunden. Dadurch nahmen die Befürchtungen über eine konfrontative US-Politik und einen damit drohenden Handelskrieg ab, so dass die Hoffnungen auf die potenziell konjunkturstimulierenden Pläne Trumps wieder stärker in den Vordergrund rückten.

Im Inland sorgten die Nebenwerte Stada und GfK für Aufsehen. Stada stiegen bis auf ein Rekordhoch von 57,10 und schlossen mit einem Gewinn von 12,8 % bei 56,03 Euro. Mit den Finanzinvestoren Cinven und Advent interessieren sich zwei Unternehmen für den Bad Vilbeler Generikahersteller, was Spekulationen über einen kurstreibenden Bieterwettkampf schürt. GfK stiegen bis auf 45,42 und damit auf den höchsten Stand seit dem November 2013, ehe sie mit einem Gewinn von 2,8 % bei 45,01 Euro schlossen. Das Nürnberger Marktforschungsunternehmen hatte mitgeteilt, dass die US-Beteiligungsgesellschaft KKR doch noch mehr als 18,5 % der Anteile erworben hat.

Puma auf Rekord

Puma kletterten auf ein Rekordhoch von 308,70 und beendeten den Handel mit einem Gewinn von 1,8 % bei 304 Euro. Die Berenberg Bank hob das Kursziel für die Aktie mit beibehaltener Kaufempfehlung von 277 auf 320 Euro an (siehe Bericht auf Seite 14). Leoni befestigten sich um 5,6 %. Das von einem Betrugsfall und Problemen in seiner Bordnetzsparte schwer gebeutelte Unternehmen legte die erwartet schlechten Zahlen vor, übertraf aber mit einer avisierten Dividende von 0,50 Euro die Erwartungen.

Europaweit stand die Bergbaubranche im Vordergrund. Der Stoxx-Index der Grundstoffehersteller, der auch Stahlaktien enthält, stieg auf den höchsten Stand seit dem Juli 2014 und schloss als stärkstes Branchenbarometer mit einem Gewinn von 2,7 % bei 453 Zählern. Die Branche profitierte neben dem wiederbelebten Trump-Optimismus von steigenden Metallpreisen. So stieg Kupfer gestern auf den höchsten Stand seit 21 Monaten. In Stockholm fielen Saab um 3,1 %. Das Unternehmen blieb mit seinem Ergebnis hinter den Erwartungen des Marktes zurück.

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- Berichte zu Stada Seiten 1 und 7

Börsen-Zeitung, 14.02.2017, Autor ck Frankfurt, Ausgabe Nr. 31, Seite 13, 445 Worte.

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