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Fonds-News
SENTIMENT/Merrill Lynch: Fondsmanager drehen aus US-Aktien in Eurozone
19.04.17 / 12:18 (0 mal gelesen)

Von Herbert Rude

Die internationalen Fondsmanager werfen US-Aktien aus den Depots und gehen in die Eurozone. Das zeigt die neue Fondsmanager-Umfrage der Bank of America - Merrill Lynch. Die Rotation aus US-Aktien in Eurozonen-Titel sei die fünftstärkste seit 1999, so Merrill mit Blick auf das Umfrageergebnis.

Die Fondsmanager sind US-Aktien nun netto 20 Prozent untergewichtet, das ist die stärkste Untergewichtung seit Januar 2008. "Die Mehrheit hält US-Aktien für überbewertet und fürchtet eine Verschiebung der Steuerreform", sagt Michael Harnett, Chef-Investmentstratege von Merrill. Nur noch 5 Prozent rechneten noch vor dem Sommer mit einer Steuerreform. 83 Prozent sprächen von einer Überbewertung der US-Aktien.

Ganz anders die Allokation in der Eurozone: Hier sind die Fondsmanager in Aktien nun zu netto 48 Prozent übergewichtet, die stärkste Übergewichtung seit 15 Monaten. "Die Selbstgefälligkeit scheint hier sehr hoch", sagt Europa-Stratege Ronan Carr.

Allerdings halten die Fondsmanager ein Auseinanderbrechen der Eurozone weiterhin für den größten "Tail Risk", vor einer Verschiebung der US-Steuerreform und Handelskriegen.

Barreserven weiter bullisch

Günstig ist die Entwicklung der Barreserven: Die Cash-Quote stieg auf 4,9 Prozent von 4,8 Prozent in der März-Umfrage. Damit sind die Kaufsignale aus der Liquiditätssituation weiter intakt.

Den Euro halten 30 Prozent der Fondsmanager für unterbewertet, den Dollar dagegen 21 Prozent für überbewertet. Daneben bleibe "long Dollar" auch der "most crowded trade".

Bei den Sektoren ist die Allokation in Banken auf den höchsten Stand aller Zeiten gestiegen. In Europa sind Technologieaktien besonders beliebt.

DJG/hru/gos

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