Nach oben
Deutsche Bank
Fonds-News
SENTIMENT/BoA-ML: Fondsmanager setzen auf steigende Gewinne
17.01.17 / 15:12 (0 mal gelesen)

Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--Die internationalen Fondsmanager bleiben in ihrer Anlagepolitik nur moderat bullisch. Sie setzen zwar auf mehr Wachstum und eine anziehende Inflation, so der Tenor in der neuen Umfrage von Bank of America-Merrill Lynch (BoA-ML) in der Branche. Als besonders positiv stellt Merrill heraus, dass der Anteil derer zunimmt, die mit einem Anstieg der Unternehmensgewinne um mindestens 10 Prozent rechneten. Andererseits ist die Cash-Quote aber schon wieder gestiegen: Auf 5,1 Prozent von 4,8 Prozent in der Dezember-Umfrage.

Als größtes Risiko wird die Gefahr von Protektionismus und Handelskriegen genannt, aber auch die Gefahr einer chinesischen Währungsabwertung hemmt die Branche: "Die Risiken verhindern eine noch bullischere Haltung", sagt Michael Hartnett, Chefanlagestrage von Merrill.

Besonders stark im Blick hat Merrill den Wechselkurs Dollar zum Yen und japanische Aktien. Sie dürften am stärksten davon beeinflusst werden, wenn sich die nach der US-Wahl etablierten Trends fortsetzten oder zurückgedreht würden.

Nur 14 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Rotation in Zykliker und Inflationsgewinner bereits vorbei sei. Die Mehrheit rechnet zumindest noch für das erste Halbjahr mit einer Fortsetzung des Trends.

Eurozone stark gefragt

Gefragt waren bei den Fondsmanagern im Januar Aktien der Eurozone, Technologietitel und REITs, während Industrie-Aktien, Schwellenländer-Titel und Rohstoffe verkauft wurden. Netto 17 Prozent der Fondsmanager sind in der Eurozone nun übergewichtet, im Dezember hatte noch eine Untergewichtung von netto einem Prozent das Bild geprägt. Stark untergewichtet bleiben die Fondsmanager dagegen in Großbritannien, auch wenn die Untergewichtung mit netto 24 Prozent etwas geringer ausfällt als im Dezember, da waren es netto 29 Prozent.

Als "most crowded trade" gilt der Dollar, 47 Prozent der Fondsmanager sind dieser Meinung. Netto 22 Prozent halten den Dollar für überbewertet, so viele wie zuletzt im November 2006. Der Euro wird dagegen als unterbewertet eingeschätzt, von netto 13 Prozent der Fondsmanager. Das ist der höchste Anteil seit April 2003.

Unter konträren Aspekten böten sich Longs im Euro und im Pfund Sterling an sowie Longs bei Consumer Staples, Bonds und Emerging Markets. Shorts seien dagegen interessant in Banken, im Dollar, den REITs sowie im Bereich diskretionärer Kosum, meint Merrill.

Bei vier Prozent Rendite wird es gefährlich

Die meisten Fondsmanager meinen, gefährlich werde es an den Aktienmärkten bei einer Rendite der zehnjährigen US-Titel von 4 Prozent. 16 Prozent meinen, bereits ein Renditeantieg auf 3 Prozent könnte einen Bärenmarkt bei den Aktien auslösen, 20 Prozent sehen diese Gefahr erst bei 5 Prozent Rendite.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/flf

(END) Dow Jones Newswires

January 17, 2017 09:12 ET (14:12 GMT)

© 2017 Dow Jones & Company, Inc.

Implemented and powered by Interactive Data Managed Solutions.

Auszeichnungen Spitzenleistungen sind unser Maßstab. Mehr über maxblue