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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Anleger nach starkem Jahresauftakt vorsichtig
03.01.17 / 18:06 dpa-AFX (2 mal gelesen)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der starke Jahresauftakt des Dax hat die Anleger am Dienstag wieder vorsichtig gestimmt. Der deutsche Leitindex zeigte sich vor allem am Nachmittag über weite Strecken richtungslos mal im Plus, mal im Minus. Positive Konjunkturdaten aus den USA dienten nur kurzfristig als Impulsgeber für weitere Gewinne. Mit einem kleinen Minus von 0,12 Prozent auf 11 584,24 Punkten beendete der Dax schließlich den immer noch relativ ruhigen Handel.

Am Montag hatte das Börsenbarometer erstmals wieder seit Mitte August 2015 zeitweise die Marke von 11 600 Punkten übersprungen. Letztlich hatte er zwar darunter geschlossen, aber dennoch um etwas mehr als 1 Prozent zugelegt.

MDAX HÄLT SICH NACH REKORDHOCH STABIL

Der MDax , der zum Jahresauftakt gemeinsam mit dem SDax auf ein Rekordhoch gestiegen war, hielt sich am Dienstag mit plus 0,01 Prozent bei 22 407,99 Punkten stabil. Der Technologiewerte-Index TecDax gab um 0,04 Prozent auf 1839,81 Punkte nach.

Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,19 Prozent auf 3315,02 Punkte nach oben auf den höchsten Stand seit Mitte Dezember 2015. In Paris und auch in London, wo erst an diesem Dienstag die Börse wieder öffnete, wurden ebenfalls Gewinne verbucht. Nach dem verlängerten Neujahrswochenende wurde zudem auch den USA wieder gehandelt. Der Leitindex Dow Jones stieg zum Handelsschluss in Europa um 0,2 Prozent, die Nasdaq-Börsen legten noch etwas deutlicher zu.

WARNUNG VOR 'CHRONISCHEM OPTIMISMUS'

Nachdem am Nachmittag deutlich besser als erwartete Daten zur Stimmung in der US-Industrie die Börsen erreichten und den Dax wieder über 11 600 Punkte schoben, sprach NordLB-Analyst Tobias Basse von "chronischem Optimismus". Die US-Wirtschaft habe zwar an Fahrt gewonnen, was positiv für Aktien sei, allerdings, so schränkte er ein, handele es sich noch um Vorschusslorbeeren. Er warnte daher: "Wir werden zunehmend nachdenklich und fragen uns immer stärker, ob von den Finanzmärkten Risiken nicht schon in zu starkem Umfang ignoriert werden."

Unter den Einzelwerten waren erneut die Aktien der Commerzbank Chart anzeigenKauf/Verkauf Spitzenreiter. Nach einem Plus von 3,5 Prozent am Vortag stiegen sie nun um weitere 4,29 Prozent. Allerdings waren sie 2016 zusammen mit den Papieren der Deutschen Bank mit einem Wertverlust von fast 25 Prozent auch die schwächsten Aktien im Dax gewesen.

DEUTSCHE BANK: ANALYSTENSTUDIE DRÜCKT AUF DIE STIMMUNG

Die Deutsche-Bank-Aktien legten am Dienstag um 0,97 Prozent zu und bauten damit ihr Vortagesplus von 1,7 Prozent ebenfalls aus. Allerdings drückte eine Studie des Analysehauses Kepler Cheuvreux etwas auf die Stimmung. Nach dem milliardenschweren Vergleich im Streit um dubiose Hypothekengeschäfte in den USA wurde nun die Kaufempfehlung gestrichen.

Aufgewärmte Übernahmespekulationen trieben zeitweise die Infineon Chart anzeigenKauf/Verkauf -Aktien spürbar an. Mit einem Plus von 0,42 Prozent beendeten sie den Tag.

RALLY BEI MEDIGENE SETZT SICH FORT

Im TecDax setzten die Medigene-Aktien Chart anzeigenKauf/Verkauf ihre Kursrally mit einem Plus von 5,90 Prozent fort. Die Anteilscheine des auf personalisierte Immuntherapien fokussierten Biotechunternehmens haben damit allein seit ihrem Verlaufstief Anfang Dezember um rund 66 Prozent zugelegt.

Die Titel des Bausoftware-Herstellers RIB Chart anzeigenKauf/Verkauf stiegen nach positiv aufgenommenen Aussagen von Vorstandschef Thomas Wolf zu seinen Erwartungen über das geplante Gemeinschaftsunternehmen mit dem US-Auftragsfertiger Flex um 2,75 Prozent. Um 0,93 Prozent ging es für die Nordex-Aktien Chart anzeigenKauf/Verkauf hoch. Der Windkraftanlagenbauer hatte in Argentinien zwei Großaufträge erhalten.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,00 Prozent am Vortag auf 0,06 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,26 Prozent auf 142,21 Punkte. Der Euro-Bund-Future Chart anzeigenKauf/Verkauf verlor zuletzt 0,62 Prozent auf 163,44 Punkte. Der Kurs des Euro übersprang am frühen Abend wieder die Marke von 1,04 US-Dollar und kostete 1,0417 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0385 (Montag: 1,0465) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9629 (0,9556) Euro./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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