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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Indizes kurz auf Rekordhochs - Zweifel an Trump
17.02.17 / 22:58 dpa-AFX (0 mal gelesen)

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street haben am Freitag zumindest die Tech-Indizes nach einem verhaltenen Start ihre Rekordjagd fortgesetzt. Der Dow Jones Industrial und der S&P 500 S&P 500 legten zwar auch einen kleinen Schlussspurt hin und drehten leicht ins Plus, erreichten aber keine Bestmarken. Im späten Handel sorgten Übernahmegerüchte um die US-Mobilfunktocher Chart anzeigenKauf/Verkauf der Deutschen Telekom Chart anzeigenKauf/Verkauf für etwas Belebung. Ansonsten aber herrschte vor dem langen Wochenende eher Zurückhaltung. Am Montag findet wegen des Presidents Day kein Handel statt.

Der Dow Jones Industrial legte um 0,02 Prozent auf 20 624,05 Punkte zu. Auf Wochensicht ist dies ein Plus von 1,75 Prozent. Für den breiter gefassten S&P 500 ging es am Freitag um 0,17 Prozent auf 2351,16 Punkte nach oben. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 gewann 0,45 Prozent auf 5324,72 Punkte und schloss damit auf einem Rekordhoch. Der Nasdaq Composite als weiterer Tech-Index stieg um 0,41 Prozent auf 5838,58 Punkte - auch dies eine Bestmarke.

Die Wall Street hatte bereits in den vergangenen sechs Handelstagen jeweils Rekordstände erzielt. Die Anleger hoffen zwar immer noch auf großangelegte Steuersenkungs- und Ausgabenprogramme zur Ankurbelung der Wirtschaft, sagten Börsianer. Langsam aber wüchsen die Zweifel, ob die jüngste Rally nicht etwas übertrieben gewesen sei.

WIEDER ÜBERNAHMEGERÜCHTE UM T-MOBILE US

Die Aktien der US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom, T-Mobile US, waren zwischenzeitlich auf ein Rekordhoch gesprungen und schlossen schließlich rund 5,5 Prozent höher bei 63,92 Dollar. Börsianer verwiesen auf Medienberichte, wonach der japanische Softbank-Konzern einen weiteren Versuch vorbereite, die Deutsche-Telekom-Tochter mit dem zu Softbank gehörenden US-Mobilfunker Sprint zu fusionieren.

Die Spekulationen erfreuten auch die Anleger des Mobilfunkers Verizon <US92343V1044 >. Dessen Papiere gewannen an der Dow-Spitze rund 1,5 Prozent.

Klarer Verlierer im US-Leitindex waren die Anteilscheine von UnitedHealth Chart anzeigenKauf/Verkauf mit einem Minus von 3,68 Prozent. Das Justizministerium hatte sich einer laufenden Klage angeschlossen, wonach der Krankenversicherer Patienten des staatlichen Versicherungssystems Medicare zu viel berechnet haben soll. UnitedHealth wies die Anschuldigungen zurück.

KRAFT HEINZ WOLLTE UNILEVER ÜBERNEHMEN

Über deutliche Gewinne von knapp 11 Prozent freuten sich derweil die Anleger von Kraft Heinz . Der Lebensmittelkonzern hatte Interesse an einer Übernahme des Konsumgüterkonzerns Unilever Chart anzeigenKauf/Verkauf Chart anzeigenKauf/Verkauf angemeldet. Der britisch-niederländischen Konzern erteilte den Avancen zwar zunächst eine klare Absage, die US-Amerikaner wollen sich davon aber nicht beirren lassen. Die Taschen von Kraft-Heinz-Investor Warren Buffett seien tief, sagte ein Experte.

Unilever-Papiere schnellten in Paris und London mit zweistelligen Zuwächsen auf Rekordhochs. Ernüchterung gab es aber bei Mondelez Chart anzeigenKauf/Verkauf , deren Anteile um 1,62 Prozent fielen. Marktbeobachter verwiesen darauf, dass Kraft Heinz laut Medienberichten unlängst erst erneut Interesse angemeldet habe, Mondelez wieder zurückzukaufen. Dies dürfte nun schwierig werden.

EURO UNTER DRUCK

Die Aktien von Deere & Co Chart anzeigenKauf/Verkauf hatten zwar anfängliche Gewinne zwischenzeitlich komplett eingebüßt, schlossen schließlich aber rund 1 Prozent im Plus. Der bekannte Hersteller von Landmaschinen sieht Licht am Ende des Tunnels und stockte seine Ziele für das Jahr 2017 auf. Allerdings warnte Deere auch vor steigenden weltpolitischen Risiken und nannte explizit den geplanten Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union.

Der Euro litt unter der Unsicherheit mit Blick auf die französischen Präsidentschaftswahlen und stand zuletzt bei 1,0608 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,0650 (Donnerstag: 1,0652) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9390 (0,9388) Euro. US-Anleihen legten derweil zu: Richtungweisende zehnjährige Papiere stiegen um 8/32 Punkte auf 98 16/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 2,418 Prozent./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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