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  Amundi ETF MSCI Europe Actions au Porteur o.N.  AKTUELL: 197,38 Tendenz  DIFF: +0,38   Kauf/Verkauf  
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Börse Frankfurt-News: Anleger zählen auf Nebenwerte (ETFs)
17.01.17 / 15:15 dpa-AFX (0 mal gelesen)

FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 17. Januar 2017. Small- und Midcaps aus den Vereinigten Staaten und Europa stehen bei Anlegern hoch im Kurs. Im Rentenbereich überzeugen Staats- wie Unternehmensanleihen mit Investment Grade.

Nach einem geschäftigen Start ins neue Jahr bleiben Anleger am Ball. "Unsere ETF-Umsätze zogen mit etwa 30 Prozent deutlich an", meldet Oliver Kilian. Indexfonds, die den DAX abbilden, (WKN 593393, A0YEDX, LYX0BT) seien bei den Kunden der UniCredit in Summe ebenso gut angekommen wie Euro Stoxx 50- (WKNs 593395, DNX1ET) und MSCI Europe-Tracker (WKN A0REJM).

"Es war einiges los", erklärt Andreas Bartels und meldet knapp 37.000 ETF-Transaktionen mit teilweise hohen Volumina. Über alle Anlageklassen hinweg verbucht der Commerzbank-Händler mit 52 Prozent einen im Wochenvergleich kleiner gewordenen Kaufvorsprung. Dabei hätten sich Anleger überwiegend von ihren DAX-, Euro Stoxx 50-, MSCI World und S&P 500-Engagements getrennt.

Blick in die zweite und dritte Reihe

Mittelgroße Unternehmen aus Europa und den USA rückten hingegen in der Anlegergunst nach vorn. Kilian berichtet von Zuflüssen beispielsweise zu MSCI World Small Cap-ETFs (WKN A1W56P). Auch bei der Commerzbank gehörten Aktien aus der zweiten Reihe zu den meist gehandelten Produkten. "MSCI EMU Small Cap- (WKN A0F420) und MDAX-ETFs (WKN ETF907) waren gesucht." Ebenso hätten Investoren per Saldo zu Russel 2000-Produkten (WKN A1W9FT) gegriffen.

Gemischtes Bild bei asiatischen Aktien

Asien war ein Thema im ETF-Handel, wenngleich mit unterschiedlichen Vorzeichen. "Nikkei 225- (WKN A0H08D) und MSCI Japan-ETFs (WKN A0DPMW, DBX0NT) waren bei uns gefragt", registriert Bartels. Ebenso setzten Anleger zumeist auf Schwellenländer-Aktien beispielsweise im MSCI Emerging Marktes (WKN A1CWJF).

Kilian meldet Rückgaben von MSCI India-ETFs (WKN A0RF48) sowie Nikkei 225- und Schwellenländer-Trackern. Der Nikkei 225-Index büßte seit vergangenen Dienstag bis 18.735 Punkte 3,5 Prozent an Wert ein.

Trump nimmt Einfluss

Mit Blick auf die Branchen standen - wenig überraschend - Indexfonds mit Automobil- und Zulieferer-Aktien im Mittelpunkt, wie Bartels informiert. "Tracker des Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts Index (WKN ETF061, A0Q4R2) wurden von unseren Kunden zu über 70 Prozent abgestoßen." Donald Trump sende im Vorfeld seiner Vereidigung protektionistische Signale an die Autobauer und verunsichere Anleger damit, obwohl der Automobilmarkt in der Europäischen Union floriere.

Für das vergangene Jahr meldet der Branchenverband ACEA 14,6 Millionen verkaufte Fahrzeuge, 6,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Allein in Deutschland hätten 3,35 Millionen Autos einen Abnehmer gefunden. In Großbritannien lägen die Neuzulassungen mit 2,69 Millionen Fahrzeuge 2,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Mit plus 16 Prozent sei der Automarkt in Italien am stärksten gewachsen.

Finanzwerte im MSCI Europe Financials (WKN A1191R) belegen in Bartels Umsatzstatistik der Sektor-ETFs den zweiten Rang. "Mit 65 Prozent Abgaben war auch hier das Bild eindeutig."

Tendenziell Gefallen fänden Investoren indes an Chemie-Aktien im Stoxx Europe 600 Chemicals (WKN A0H08E), Unternehmen der Versicherungsindustrie im Stoxx Europe 600 Optimised Insurance (WKN A0RVR9) und europäischen Immobilien im FTSE REIT Developed Europe Total Return Index (WKN DBX0F1).

Qualität gibt den Ausschlag

Mit rund 18 Prozent bewege sich der Anteil von Anleihen-ETFs am gesamten ETF-Geschäft bei der Commerzbank auf durchschnittlichem Niveau, wie Bartels bemerkt. Geldmarktnahe Produkte basiert auf dem hauseigenen Eonia Index (WKN ETF100) und Schwellenländer-Bonds (WKN A1H497) mit Investment Grade landeten verstärkt in den Depots. Überwiegend gut an kämen zudem Unternehmensanleihen im Barclays Capital Euro Corporate ex-Financials 1-5 Year Bond Index (WKN A0RPWP) mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. "Zudem lösten Anleger viele vor Jahresende aufgebaute Positionen nun wieder auf."

Kilian spricht von einem Verkaufsüberhang bei Festverzinslichem. Die Kunden der UniCredit verabschiedeten sich besonders häufig von ihren Kurzläufern. Zur Disposition stünden auch inflationsgeschützte US-Schatzanleihen (WKN A0LGP8).

ETFs bleiben auf Erfolgskurs

Generell gewinnen Indexfonds in Europa an Beliebtheit. In seinem jüngsten Barometer macht Lyxor ein verwaltetes Vermögen von 516 Milliarden Euro in ETFs zum Ende Dezember aus. Im Vergleich zum Vorjahr entspreche dies einem Plus von 14 Prozent, davon seien etwa 5 Prozent dem Markteinfluss geschuldet. Allein im vergangenen Monat summierten sich dem ETF-Emittenten zufolge die Nettozuflüsse auf 4,7 Milliarden Euro, dabei sei die Tendenz weg von Anleihen hin zu Aktien unterbrochen worden. Während sich Anleger unterm Strich weiterhin in ETFs mit Aktien der Industrieländer positionierten, verzeichneten Anleihe-ETFs Lyxor zufolge per Saldo keine weiteren Rückgaben.

von: Iris Merker

17. Januar 2017, © Deutsche Börse AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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