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Wirtschaftsnachrichten
dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 04.01.2017
04.01.17 / 17:07 dpa-AFX (0 mal gelesen)

ROUNDUP/Eurozone: Unternehmensstimmung auf höchstem Stand seit über fünf Jahren

LONDON - Die Unternehmensstimmung im Euroraum hat sich im Dezember weiter aufgehellt und den besten Wert seit über fünfeinhalb Jahren erreicht. Der Einkaufsmanagerindex, eine Umfrage des Forschungsunternehmens IHS Markit in Unternehmen, legte um 0,5 Punkte auf 54,4 Punkte zu. Dies teilte Markit am Mittwoch mit. In einer ersten Schätzung hatten die Forscher für Dezember nur einen Wert von 53,9 Punkte gemeldet, Volkswirte waren von einer Bestätigung der ersten Schätzung ausgegangen.

Spanien mit Rekord-Rückgang bei Arbeitslosigkeit

MADRID - Der Arbeitsmarkt im früheren Krisenland Spanien erholt sich weiter: Die Zahl der bei den Arbeitsämtern registrierten Erwerbslosen sei 2016 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 390 000 auf etwa 3,7 Millionen zurückgegangen, teilte das Arbeitsministerium am Mittwoch in Madrid mit. Das ist der absolut stärkste Rückgang binnen Jahresfrist seit Beginn der Erfassungen im Jahr 1997. In den vergangenen vier Jahren sei die Arbeitslosenzahl in der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone damit insgesamt um mehr als eine Million reduziert worden, hieß es weiter. Die Statistik des Ministeriums berücksichtigt nur die registrierten Arbeitslosen. Sie nennt keine Arbeitslosenquote.

Italien: Inflation legt weiter zu - höchste Rate seit April 2014

ROM - Die Inflationsrate in Italien ist im Dezember weiter gestiegen und erreichte den höchsten Stand seit über zweieinhalb Jahren. Die zu europäischen Vergleichszwecken erhobenen Verbraucherpreise (HVPI) legten um 0,5 Prozent zum Vorjahr zu, wie das Statistikamt Istat am Mittwoch mitteilte. Volkswirte hatten nur eine Inflationsrate von 0,3 Prozent erwartet. Im November waren die Preise im Jahresvergleich um 0,1 Prozent gestiegen.

Kaum Fortschritte in der griechischen Finanzmisere

ATHEN - Bei den griechischen Finanzen zeichnet sich trotz internationaler Hilfen kaum Besserung ab. Der Staat schuldet den Bürgern und Unternehmen rund 5,6 Milliarden Euro. Im November konnte er nach einer Finanzspritze der Euro-Gruppe zwar zwei Milliarden Euro zahlen, aber nun wachsen die Schulden wieder. Vor allem im Gesundheitssystem häufen sich immer neue Verbindlichkeiten. Die Krankenhäuser können ihre Lieferanten und die Pharma-Unternehmen nicht bezahlen wegen der Kürzungen im griechischen Staatshaushalt.

Ehemaliger britischer EU-Botschafter kritisiert eigene Regierung

LONDON/BRÜSSEL - Der zurückgetretene britische EU-Botschafter Ivan Rogers hat in einer persönlichen E-Mail an seine Mitarbeiter die Regierung seines Landes scharf kritisiert. In dem Abschiedsschreiben spricht der Diplomat von schlechten Argumenten vieler Politiker. "Es mangelt an ernsthafter, multilateraler Verhandlungserfahrung in der Regierung", schreibt Rogers mit Blick auf den geplanten Brexit. An seine früheren Mitarbeiter appellierte er, "nie davor Angst zu haben, jenen an der Macht die Wahrheit zu sagen".

ROUNDUP 2: Arbeitnehmer sollen Recht auf befristete Teilzeit bekommen

BERLIN - Arbeitnehmer in Deutschland sollen das Recht auf zeitlich befristete Teilzeit bekommen. Das sieht ein Entwurf von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) vor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Der Referentenentwurf befindet sich seit dieser Woche in der Ressortabstimmung innerhalb der Bundesregierung. Kritik kommt von den Arbeitgebern, Lob von den Gewerkschaften.

'FAZ': Deutschland blockiert strengere Regeln für Banken

FRANKFURT/BASEL - Die für das kommende Wochenende anberaumte Entscheidungssitzung der im Baseler Ausschuss zusammengeschlossenen Bankenaufseher aus 27 Ländern ist einem Pressebericht zufolge vor allem wegen der Blockade Deutschlands geplatzt. Die Aufseher wollten sich eigentlich auf gemeinsame internationale Kapitalregeln für Banken einigen. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) am Mittwoch berichtet, unterstützt Frankreich dabei die Position Deutschlands. Beide Länder seien aber in der Minderheitsposition.

Frankreich: Verbrauchervertrauen stagniert auf hohem Niveau

PARIS - Die Stimmung der französischen Verbraucher hat sich im Dezember auf hohem Niveau gehalten. Der Indikator für das Verbrauchervertrauen habe bei 99 Punkten stagniert, teilte das Statistikamt Insee am Mittwoch mit. Bankvolkswirte hatten diesen Indexstand erwartet. Der Wert für November wurde von zuvor 98 Punkten auf 99 Zähler nach oben revidiert.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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