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ROUNDUP: Urteil im Gewerbesteuerstreit - Reisebranche drohen Nachforderungen
10.02.16 / 17:42 dpa-AFX (0 mal gelesen)

MÜNSTER (dpa-AFX) - Reiseveranstalter in Deutschland müssen sich auf Steuernachforderungen einstellen. Allerdings fällt die Gewerbesteuer für den Einkauf von Hotelübernachtungen, die die Veranstalter rückwirkend seit 2008 zahlen sollen, nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Münster nicht so hoch aus wie befürchtet. Die Finanzämter dürfen nach der am Mittwoch veröffentlichten Entscheidung nur den Anteil bei der Berechnung der Gewerbesteuer hinzurechnen, der einer Kaltmiete der Zimmer entspricht. Service-Leistungen des Hotels und weitere Kostenpunkte müssen herausgerechnet werden (Az.: 9 K 1472/13 G).

Die Reisebranche, die Steuernachforderungen in Milliarden-Höhe befürchtet, reagierte enttäuscht. Der Gesetzgeber müsse jetzt schnell für Rechtssicherheit sorgen, forderte der Präsident des Branchenverbandes DRV, Norbert Fiebig. Das Gericht folge zwar der Auffassung, dass die Verträge mit den Hoteliers keine reinen Mietverträge seien, sondern weitere Leistungen umfassten, etwa Zimmerreinigung oder Verpflegung.

Das Gericht versuche dennoch Mietanteile herauszurechnen. Aus Sicht der Branche sind die Leistungen aber untrennbar miteinander verbunden. Eine sachgerechte Aufteilung sei nicht möglich. "Wir brauchen eine politische Lösung" forderte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW), Michael Frenzel.

Geklagt hatte die Firma Frosch Sportreisen aus Münster gegen einen Steuerbescheid für das Jahr 2008. Die Richter ließen wegen der grundsätzlichen Bedeutung Revision beim Bundesfinanzhof zu./lic/mar/DP/she

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