Marktausblick

Kurz und knapp – der Investmentüberblick 2022:
Aktien im Investmentfokus, Anleihen nur noch zur Absicherung, Immobilien und Industriemetalle weiterhin interessant, Gold unter Druck und warum Liquidität nur aus taktischen Gründen ins Portfolio gehört.

So lesen Sie den Marktausblick in der Übersicht:

Der Marktausblick gibt die Einschätzungen der Deutschen Bank zu den einzelnen Anlageklassen wieder. Die Texte beschreiben die Marktsegmente, die Farben stehen für die Gesamtheit der Anlageklasse: Ob für eine Anlageklasse ein positives oder negatives Performancepotenzial ausgewiesen wird, hängt von den zugrunde liegenden Marktsegmenten ab.

Liquididät

Durch anhaltende Lieferengpässe und steigende Energiepreise verliert das insgesamt intakte Wachstum an Dynamik. Trotz der regional teilweise stark erhöhten Inflation bleibt die Verbrauchernachfrage jedoch solide. Nach der Wiederernennung Jerome Powells zum US-Notenbankchef ist von einer Fortsetzung der weniger expansiven Fed-Agenda auszugehen. Insgesamt dürften die Nominalzinsen in den USA und Europa zwar leicht steigen, vorerst aber niedrig bleiben, sodass Liquidität als Anlageklasse lediglich aus taktischen Gründen als Portfoliobestandteil interessant sein könnte.

Immobilien

Die Corona-Krise hat den Preisanstieg an den Immobilienmärkten weltweit nicht gebremst. Vielmehr haben niedrige bis negative Realrenditen die Nachfrage nach „Betongold“ weiter gestärkt. Hinzu kommt die bestehende strukturelle Angebotsknappheit – insbesondere in Deutschland. Aus Sicht der Deutschen Bank bestehen interessante Ertragsaussichten vor allem für Logistik- und Wohnimmobilien. Unterstützung dürfte der Markt zudem durch erhöhte Inflationsraten erfahren, die eine Reallokation von Investorengeldern hin zu Sachwerten fördern.

Renten

Renditen von US-Staatsanleihen längerer Laufzeiten dürften weiterhin von sich verbessernden Wirtschafts- und Arbeitsmarktindikatoren getrieben werden. Zudem scheinen viele Marktteilnehmer mittlerweile mit längerfristig erhöhten Inflationsraten zu rechnen. Da sich Zinserhöhungen der Fed abzeichnen und die Drosselung ihrer Anleihekäufe beschlossen ist, sollte der Aufwärtsdruck auf Renditen anhalten. Anleihen guter Bonität könnten von einer Verbesserung der Fundamentaldaten und einer stabilen Nachfrage bei sinkendem Angebot unterstützt werden – jedoch empfindlich auf Zinsänderungen reagieren, wodurch temporäre Schwankungen wahrscheinlich sind.

Aktien

Die Deutsche Bank erwartet, dass eine starke Nachfrage es den Unternehmen weiterhin ermöglichen dürfte, ihre inflationsbedingt höheren Kosten an die Kunden weiterzugeben. Gewinnmargen könnten sich in den USA auf hohem Niveau einpendeln und in Europa sogar steigen. In allen Regionen wird für 2022 mit einem Gewinnwachstum im mittleren bis höheren einstelligen Bereich gerechnet. Insgesamt sollten diese Entwicklungen die Aktienmärkte weiter unterstützen. Zum Jahresanfang dürften zunächst Zykliker im Anlegerfokus stehen. Defensive Titel könnten in der zweiten Jahreshälfte an Attraktivität gewinnen. Aufgrund der ungewissen Zinsdynamik sind Änderungen der favorisierten Sektoren jederzeit möglich. Zudem ist mit einer insgesamt erhöhten Volatilität an den Märkten zu rechnen.

Rohstoffe

Zwar dürften die Realrenditen längerfristig negativ bleiben, jedoch könnte ihr erwarteter Anstieg die Goldnachfrage belasten und das Preispotenzial des Edelmetalls begrenzen. Die Goldpreisprognose der Deutschen Bank für Ende 2022 liegt bei 1.750 US-Dollar/Unze. Der Rohölmarkt sollte vom Ausmaß der globalen Nachfrageerholung und der Reaktion der Volkswirtschaften auf Virusmutationen abhängen. Die Deutsche Bank erwartet zum Jahresende 2022 einen Ölpreis von 70 US-Dollar pro Barrel (Ölsorte WTI).

Quelle: Deutsche Bank Chief Investment Officer, Private Bank Germany, Stand: 8. Dezember 2020. 
Detailinformationen zu den einzelnen Anlageklassen sowie deren Chancen und Risiken gibt Ihnen gern Ihr Berater.

Redaktionsschluss: 10.12.2021, 18 Uhr

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