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Grüne Energie bringt grüne Rendite

Hinweis:
Die Investmenttrends werden von der Deutsche Bank AG, bzw. der Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG oder ihrer jeweiligen Lizenzgeber recherchiert. Die dargestellten Trendthemen können sich jederzeit ändern. Mit den maxblue Investmenttrends erhalten Sie einen Überblick über aktuelle Investmentthemen. Dabei wählt maxblue aus einer Liste von insgesamt 14 Investmentrends die 12 Investmentrends aus, die besonders aktuell sind und gibt Ihnen Inspiration und Wissen zur Unterstützung Ihrer selbständigen Anlageentscheidung. - Werbemitteilung -

Mit Wind, Wasser und Sonne in die Zukunft

Egal, ob der Offshore-Windpark vor der Nordsee-Küste, das Wasserkraftwerk in Norditalien oder die Solaranlage in China – grüne Energie boomt. Weltweit sind erneuerbare Energien auf dem Vormarsch. Das heißt jedoch nicht, dass alle Projekte in diesem Bereich auch als Investment interessant sind – im Gegenteil: Der Kostendruck für diese Projekte ist gewaltig.

Um die Ziele eines neuen Klimaprotokolls umzusetzen und gleichzeitig die Energie-Versorgungssicherheit für die Weltwirtschaft sicherzustellen, sollte die Gewinnung aus erneuerbaren Energien unverzichtbar sein. Hierzu zählen vor allem Sonne, Wind und Biomasse.

Die Expertenmeinung unseres Chef-Anlagestrategen

Der Klimawandel infolge der anhaltenden Nutzung fossiler Brennstoffe und hierdurch verursachte Treibhausgase wie Co2 stellen eine globale Herausforderung dar, die nicht allein durch nationale Initiativen bewältigt werden kann. Bislang sind hier keine wirklich global abgestimmten Klimapolitiken zu erkennen.

Globale Einigung als Grundlage für tiefgreifende Maßnahmen

Zwar haben sich die Staats- und Regierungschef der G7-Staaten im Sommer 2015 darauf verständigt, die Klimaerwärmung auf maximal 2 Grad Celsius zu begrenzen und bis 2050 zwischen 40 und 70% weniger Klimaschadstoffe im Vergleich zu 2010 zu emittieren. Diese Ziele sind durchaus begrüßenswert, jedoch fehlen in der Vereinbarung mit China, Indien und Russland drei der fünf weltweit größten Co2-Emittenten.
Dennoch können sich aus den durchaus nennenswerten politischen und ökonomischen Herausforderungen auch Chancen für bestimmte Wirtschaftsbereiche und Anleger ergeben. Denn die für die Nutzung der neuen Energieträger anfallenden Investitionskosten müssen finanziert werden.

Die Thesen von Dr. Ulrich Stephan

  1. Steigerung der Arbeitsproduktivität

    Interessant in diesem Zusammenhang könnten daher Unternehmen sein, die einerseits stark im Ausbau von erneuerbaren Energien engagiert sind. Andererseits dürften aber auch Bauunternehmen, Anlagenbauer und Zulieferer als Empfänger der Investitionsausgaben von Energieunternehmen im positiven Sinne betroffen sein und von einem zunehmenden Trend einer Dezentralisierung der Energieversorgung profitieren.

  2. Innovative Unternehmen könnten Pioniergewinne einstreichen

    Zudem könnten innovative Unternehmen, die eine Vorreiterrolle einnehmen, Pioniergewinne einstreichen. Ob auch klassische Versorger in Deutschland von einem durch den Klimawandel getriebenen Ausbau von erneuerbaren Energien profitieren werden, ist eher fraglich. Hier schlagen die Kosten für den Ausstieg aus der Atomenergie deutlich ins Kontor.

  3. Wachstumsmarkt USA

    Auf regionaler Ebene erscheinen Unternehmen interessant, die bereits ein belastbares Geschäftsmodell aufweisen können. Große Wachstumsmärkte könnten zudem die USA sein, falls die politische Weichenstellung nach der Präsidentschaftswahl im November 2016 dies erlaubt.

Welche Vorteile und Nachteile haben die erneuerbaren Energien? Und welche Branchen könnten von dem Trend profitieren?

Spätestens seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima im Frühjahr 2011 stehen die Zeichen auf erneuerbare Energien. In Deutschland wurde von der Politik der Atomausstieg beschlossen, das Europäische Parlament verabschiedete bereits 2009 die Erneuerbare-Energien-Richtlinie (EG) und auch in Japan selbst findet Schritt für Schritt ein Umdenken statt – wenn auch in einem gemächlichen Tempo. Gute Rahmenbedinungen also für grüne Energie.



Erneuerbare Energien sind die wichtigsten Stromquellen in Deutschland

Trotz einiger medienträchtigen Pleiten – erneuerbare Energien sind immer noch ein Wachstumsmarkt. So wurden in Deutschland im Jahr 2014 insgesamt 27,8 Prozent des gesamten Stromverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt, eine Steigerung um rund zweieinhalb Prozent gegenüber 2013 (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie nach AGEE-Stat). Erstmals waren 2014 die erneuerbaren Energien die wichtigsten Stromquellen in Deutschland – noch bedeutender als die klassische Braunkohle.

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Windenergie boomt in Deutschland

Besonders die Windenergie nimmt bei der Stromerzeugung in Deutschland eine bedeutende Rolle ein: Windenergie an Land ist mit 34% klarer Spitzenreiter bei der Stromerzeugung der erneuerbaren Energien, gefolgt von Photovoltaik (21,7%), Biogas (18,1%) und Wasserkraft (12,8%).

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Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie nach Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik, AGEE-Stat


Windkraftanlagenbetreiber im Vorteil

Von diesem Wachstum könnten in Zukunft die Windkraftanlagenbetreiber profitieren. Besonders Firmen, die verschiedene Bereiche der Wertschöpfungskette – wie die Fertigung, Errichtung und Wartung der Anlagen – abdecken, könnten voraussichtlich gute Entwicklungschancen am Markt haben.



Deutschland: Hohe Investitionen in die Windkraft

Auch beim Investitionsvolumen hat die Windenergie gegenüber den anderen erneuerbaren Energien die Nase vorn. So wurden in Deutschland 2014 rund 18,8 Mrd. Euro in die Errichtung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien investiert – davon fielen 12,3 Mrd. Euro auf die Windkraft.

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Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie nach Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik, AGEE-Stat

Neben der Windkraft bildet Photovoltaik (Solarenergie) das Rückgrat der Energiewende. Allerdings mussten deutsche Unternehmen in den letzten Jahren durch die starke Konkurrenz aus Asien schwierige Phasen durchstehen. Viele Unternehmen produzieren jetzt im Ausland.



Die Vorteile und Nachteile von Biogas auf einen Blick:

  • Die Ausgangsstoffe, beispielsweise Gülle und organische Abfälle, sind dauerhaft verfügbar
  • Biogas ist nicht von Witterungsbedingungen abhängig
  • Biogas ist gut speicherbar, daher besonders zum Ausgleich von Netzschwankungen oder zur Bereitstellung der Grundversorgung geeignet
  • Keine kostspielige Gasförderung – im Gegensatz zur Erdgas Gewinnung
  • Kurze Transportwege: Organische Abfälle und tierische Exkremente sind flächendeckend verfügbar
  • Hohe Investitionskosten beim Bau der Biogasanlagen
  • Geruchsbelästigungen in der Umgebung möglich
  • Anbau von Energiepflanzen, also Pflanzen mit hoher energetischer Verwertbarkeit, kann zu Monokulturen führen
  • Konfliktpotenzial: Zwischen dem Anbau von Nahrungsmitteln und dem eventuell lohnenderen Anbau von Nutzpflanzen zur Energiegewinnung


energie

Um in Zukunft in der Solarbranche erfolgreich zu sein, müssen deutsche Unternehmen ein erfolgreiches Geschäftsmodell entwickeln. Dies könnte eine stärkere Fokussierung auf Qualitätsmodule, Anlagentechnik und komplexe Systemlösungen, die ein hervorragendes Engineering benötigen, sein.

Die Vorteile und Nachteile von Wasserkraft auf einen Blick:

  • Die Technologien verfügen über einen hohen Reifegrad
  • Bei der Stromproduktion treten keine klimagefährdenden Emissionen auf
  • Zur Energiegewinnung werden keine Rohstoffe und keine zusätzlichen Energiequellen benötigt. Es wird nur das Fallgewicht des Wassers genutzt
  • Kleine Anlagen (sog. kleine Wasserkraft) haben eine große gesellschaftliche Akzeptanz
  • Gegenüber den anderen erneuerbaren Energien punktet die Wasserkraft mit hohen Wirkungsgraden. Die Speicherfähigkeit der Energie ist relativ groß
  • Wasserkraft an Flüssen ist immer verfügbar, unabhängig von Wetter, Saison und Tageszeit
  • Wasserkraftanlagen haben eine lange Nutzungsdauer
  • Hohe Investitionskosten beim Bau der Wasserkraftanlagen
  • Große Anlagen (beispielsweise Staudämme) stellen einen massiven Eingriff in die Natur dar
  • Eingriffe in den natürlichen Lauf von Flüssen führen zu negativen Folgen für viele Wasserlebewesen


Solarenergie: Chinesische Hersteller dominieren

Der Weltmarkt der Solarenergie wird im Moment von Herstellern aus China dominiert. Aufgrund der dortigen politischen Situation gelten Aktien chinesischer Solarfirmen als Einzelinvestment jedoch als riskant. Die Entscheidung für oder gegen ein Investment in entsprechende Unternehmen muss natürlich unter Beachtung der entsprechenden persönlichen Risikobereitschaft, der Abwägung der Chancen und Risiken und der Erfahrung im Wertpapiergeschäft getroffen werden.

Weitere Informationen

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