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Trends & Themen

Internet of Things: Mehrwert für die Menschen = Mehrwert für das Depot?

Hinweis:
Die Investmenttrends werden von der Deutsche Bank AG, bzw. der Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG oder ihrer jeweiligen Lizenzgeber recherchiert. Die dargestellten Trendthemen können sich jederzeit ändern. Mit den maxblue Investmenttrends erhalten Sie einen Überblick über aktuelle Investmentthemen. Dabei wählt maxblue aus einer Liste von insgesamt 14 Investmentrends die 12 Investmentrends aus, die besonders aktuell sind und gibt Ihnen Inspiration und Wissen zur Unterstützung Ihrer selbständigen Anlageentscheidung. - Werbemitteilung -

Wenn Dinge zum Leben erweckt werden…

Das Internet of Things ist ein Innovationstreiber. Egal ob vernetzte Unterhaltungselektronik, intelligente Industrie-Produktion oder das Connected Car – das Internet der Dinge revolutioniert die verschiedensten Branchen.

Die Deutsche Bank rechnet damit, dass der Trend zu der größten Veränderung für die Industrie seit dem Internet, der Informatisierung, führen kann.

Die Expertenmeinung unseres Chef-Anlagestrategen

Der Megatrend Digitalisierung könnte sich im Zuge der Weiterentwicklung von Hard- und Software nach Mechanisierung, Elektrifizierung und Informatisierung zu einer vierten industriellen Revolution entfalten. Der Begriff „vierte industrielle Revolution“ zielt auf eine erhebliche Produktivitätssteigerung durch die Digitalisierung der physischen Welt ab.

Megatrend mit hohem Potenzial

Das McKinsey Global Institute [1]hat sich in einer Studie mit dem Thema beschäftigt, inwiefern die Technologie hinter dem Internet der Dinge realen ökonomischen Wert schaffen kann. Das zentrale Ergebnis der Studie stellt heraus, dass das Potenzial dieses Megatrends sogar unterschätzt wird. In der Studie werden nicht nur die Möglichkeiten bei der Produktion einbezogen, sondern ebenfalls der Nutzen für z.B. Gebäude, Städte, Arbeitsplätze und das alltägliche Leben. Für das Jahr 2025 schätzt McKinsey bei gegebener Unsicherheit z.B. über Interoperabilität der vernetzten Gegenstände und Systeme einen ökonomischen Mehrwert von 3,9 Billionen US-Dollar bis 11,1 Billionen US-Dollar jährlich. Das obere Ende dieser Schätzung entspräche 11% der Weltwirtschaftsleistung.

Industrie sollte vom Internet der Dinge profitieren

Während bei Datenschützern die Alarmleuchten angehen, handelt es sich bei dem Begriff Big Data in der Industrie um einen Segen: Sensoren an Maschinen und Anlagen überwachen jeden Produktionsschritt und die Vernetzung mit Computern zur Datenauslesung sowie innovative Software ermöglichen vollständige Transparenz über Zustand und Verschleiß von Maschinenteilen. Belastungen aus Produktionsausfällen und Wartungsarbeiten können somit minimiert und optimiert werden. Derzeit werden die Möglichkeiten der Massendatensammlung bei weitem nicht ausgenutzt. Zum Beispiel werden die verfügbaren Daten einer Anlage zur Rohstoffgewinnung, die mit tausenden Sensoren ausgestattet ist, kaum zur Produktionsanalyse und -optimierung genutzt. Außerdem könnten Arbeiter, ausgestattet durch Wearables wie zum Beispiel Datenbrillen oder smarte Kleidung digital unterstützt und besser vor Unfällen geschützt werden. Armbänder könnten die Vitalfunktionen von Arbeitskräften kontinuierlich überprüfen und vor stressbedingter oder gesundheitlicher Ineffizienz warnen. Neben dieser nur unvollständigen Aufzählung über Möglichkeiten im kommerziellen Segment, sollte die Bedeutung von Digitalisierung in der privaten Nutzung ebenfalls weiter zunehmen.

[1] Vgl. McKinsey Global Institute, The Internet of Things: Mapping the Value Heyond the Hype, (2015), S1 ff.

Die Thesen von Dr. Ulrich Stephan

  1. Vierte industrielle Revolution

    Digitalisierung und Internet der Dinge könnte die vierte industrielle Revolution einleiten.

  2. Neue Businessmodelle

    Es könnte zu einer Transformation bestehender Geschäftsfelder kommen, die Möglichkeit für neue Businessmodelle schafft.

  3. Produktivitätssteigerung

    Das wirtschaftliche Potenzial für die Vernetzung von Dingen und Systemen wird möglicherweise unterschätzt, denn der Megatrend kann zu einer erheblichen Produktivitätssteigerung führen.

Wie wirkt sich das Internet der Dinge auf meinen Alltag aus? Und welche Unternehmen könnten von dem Trend profitieren?

Eine Brücke zwischen der realen und der virtuellen Welt

Das Internet of Things ist kein ferner Zukunfts-Trend mehr, sondern bereits in der Gegenwart angekommen: Per Smartwatch empfangen wir Updates von Aktienkursen, per Smartphone steuern wir im Haus die Jalousien und per Fitness-Armband kontrollieren wir unsere Herzfrequenz beim Joggen. Doch das sind nur die Anfänge. Bis 2020 werden rund 26 Milliarden Geräte wie Sicherheitskameras, Haushaltshilfen, Fahrzeuge und Produktionsmaschinen miteinander vernetzt sein, so eine Schätzung.

Das Internet of Things (IoT), in Deutschland auch Internet der Dinge genannt, schlägt eine Brücke zwischen der realen und der virtuellen Welt. Alltagsgegenstände vernetzen sich und kommunizieren miteinander. Dies betrifft die unterschiedlichsten Lebensbereiche der Menschen – sie alle werden „smart“ zusammengeführt. Angefangen mit Smart Car und dem Smart Grid, bis hin zum Smart Home oder sogar der Smart City.

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Welche Branche wird in Zukunft am stärksten von dem Trend profitieren?
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Die Kleidung „spricht“ mit der Waschmaschine

Dabei werden Gegenstände wie Smartphones, Tablets, Haushaltselektronik, Ampeln, Parkplätze, Sportgeräte, Kleidung, aber auch Gebäude, Liefercontainer und Maschinenanlagen aus der Industrie (auch bekannt unter den Trend-Begriffen Industrie 4.0 und Robotik) miteinander verbunden. Die Geräte kommunizieren über das Internet oder über bestimmte Frequenzen miteinander.

Durch die gemeinsame Kommunikation werden diverse Aktionen ausgelöst sowie die wechselseitige Steuerung vorgenommen. Beispielsweise kann intelligente Kleidung der Waschmaschine übermitteln, dass sie nur mit 40 Grad und im Schonwaschgang gewaschen werden darf und die Farbe Blau hat. Das Fernziel ist es, allen Dingen, die bisher auf die Steuerung des Menschen angewiesen sind, mit Hilfe des Internets eine Art Eigenleben einzuhauchen.

Die Herausforderungen und Risiken

Hackerangriffe und Datenmissbrauch – hier liegen die Schwierigkeiten

Das Internet der Dinge wird kommen. Die spannende Frage dabei ist nicht, wann es kommt, sondern wie die künftigen Generationen mit den modernen Technologien umgehen werden, welche Rahmenbedingungen sie vereinbaren und welche Grenzen definiert werden. Hier liegen die größten Herausforderungen und Risiken.

In der derzeitigen Anfangsphase der Marktentwicklung liegt der Schwerpunkt auf der Innovation sowie der Einführung neuer Produkte und nicht auf der Sicherheit der installierten Produkte.

Viele Geräte sind im Moment noch nicht ausreichend vor Hackerangriffen geschützt und es wird immer schwieriger einen Überblick zu bewahren, wer Zugriff auf bestimmte Daten hat und wer nicht. So ist es durchaus möglich, dass vernetzte Stromzähler von Hackern manipuliert werden oder Krankenkassen Zugriff auf wertvolle Informationen einer Gesundheits-App erhalten. Hier sind die Unternehmen gefordert, für mehr Sicherheit zu sorgen, damit sich beim Nutzer ein größeres Vertrauen in die Produkte und Anwendungen entwickelt. Nur dann kann es zu einem Durchbruch am Markt kommen.

Internet der Dinge erhöht die Lebensqualität

Für den privaten Nutzer soll sich durch das Internet der Dinge in erster Linie ein Mehrwert ergeben und die Lebensqualität erhöht werden. Und auch für Unternehmen ergeben sich neue Chancen und Möglichkeiten, indem sie ihr Produktportfolio überprüfen und mit IoT-Anwendungen kombinieren bzw. diese integrieren. Die deutschen Autohersteller haben sich schon zum Trend positioniert und gelten in der Branche als Innovationstreiber.

Schon heute werden spezielle Technologien im Fahrzeug angewendet, damit der Fahrkomfort und die Sicherheit gesteigert werden – beispielsweise eine automatische Warnung bei Unfällen, Überschreitung der Geschwindigkeit sowie die Anzeige der preisgünstigsten Tankstelle in der Umgebung. Auch die Politik treibt dabei den Einsatz der Internet der Dinge voran: Ab April 2018 müssen alle Neuwagen in der EU mit dem automatischen Notrufsystem eCall ausgestattet sein.

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Das Internet der Dinge ist in den verschiedensten Bereichen unseres Lebens präsent.

„Pick me up!“

Das Ziel der Automobilbranche ist klar: die Entwicklung von selbstfahrenden Autos für den Massenmarkt. So besteht bereits jetzt die Technik einer ausgebauten Einparkhilfe, die mit einer Smartwatch verbunden werden kann. Eingebaute Sensoren im Auto helfen bei der Parkplatzsuche: Sie scannen die Umgebung und erkennen jeden Winkel eines Parkhauses und finden dadurch jeden freien Parkplatz – und das ganz ohne Fahrer. Dieser lässt sich ganz einfach mit den Worten „Pick me up!“ am selben Ort abholen, wo er zuvor ausgestiegen ist.



Viele Branchen können profitieren

Das Internet of Things hat aber nicht nur Auswirkungen auf die Automobilindustrie sondern auch auf die Elektronik-, Informationstechnologie-, Maschinenbau-, Telekommunikations- und Konsumbranche. Der Trend macht vor keinem Wirtschaftsbereich halt. Anleger, die von dem Trend profitieren möchten, könnten dabei Einzelwerte von vielen interessanten Unternehmen prüfen, die innovative Produkte wie zum Beispiel verschiedene Wearables oder selbstfahrende Autos entwickeln und dann entscheiden, ob ein Investment lohnenswert erscheint.

Intelligente Elektrowerkzeuge

Intelligente Elektrowerkzeuge werden in Zukunft stark an Bedeutung gewinnen. So kann ein Heimwerker schon heute per Smartphone den intelligenten Werkzeugkasten von unterwegs auf Vollständigkeit überprüfen oder verlorengeglaubte Geräte ganz einfach wieder finden. Ein weiteres Beispiel ist ein Roboter-Rasenmäher, der sich bequem per Smartphone steuern lässt.

Vorausschauende Instandhaltung

Die Zustände von Maschinen werden mit Hilfe einer Sensortechnik erfasst und automatisiert auf Muster überprüft, die auf eine mögliche Störung hinweisen. Somit können sich abzeichnende Ausfälle bereits im Vorfeld erkannt und korrigierende Maßnahmen eingeleitet werden. Eine solche Sensortechnik könnte aber auch die Zustände von Autobahnbrücken erfassen und automatisch Hinweise senden, wenn Instandhaltungsmaßnahmen nötig sind.

Vernetzter Supermarkt

Der vernetzte Supermarkt bietet viele Möglichkeiten: Ein mit Allergie-Informationen gefüttertes Smartphone könnte den Nutzer vor Nüssen im Müsli warnen, sobald er es in den Händen hält – so die Vision. Oder der Einkaufswagen addiert automatisch den Warenwert und sendet ein Signal mit der Rechnung an das Smartphone. Eine herkömmliche Kasse wäre dann nicht mehr nötig.

Weitere Informationen

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