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Trends & Themen

Der Milliardenmarkt Smart Home

Hinweis:
Die Investmenttrends werden von der Deutsche Bank AG, bzw. der Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG oder ihrer jeweiligen Lizenzgeber recherchiert. Die dargestellten Trendthemen können sich jederzeit ändern. Mit den maxblue Investmenttrends erhalten Sie einen Überblick über aktuelle Investmentthemen. Dabei wählt maxblue aus einer Liste von insgesamt 14 Investmentrends die 12 Investmentrends aus, die besonders aktuell sind und gibt Ihnen Inspiration und Wissen zur Unterstützung Ihrer selbständigen Anlageentscheidung. - Werbemitteilung -

Intelligente Lösungen für ein vernetztes Zuhause

Der Trend zum vernetzen Zuhause, dem Smart Home, ist ein Milliardenmarkt. Viele Unternehmen können davon profitieren – und damit auch unter Umständen die Anleger. Doch wie sieht ein Smart Home eigentlich aus? Wo liegen die Vor- und die Nachteile? Wie müssen Unternehmen ihre Produkte verändern, um an diesem Trend zu partizipieren?



Der Fuß gleitet am Morgen langsam aus dem Bett und berührt sanft den Holzdielenboden – das ist der Auslöser: Die Rollläden öffnen sich automatisch und die ersten Sonnenstrahlen fluten das Haus. In der Küche springt die Kaffeemaschine von alleine an. Im Badezimmer bringt die Heizung den Raum auf Wohlfühl-Temperatur. Nach dem Frühstück öffnet sich das Hoftor per App und es geht Richtung Büro – jetzt fährt das Zuhause den Stromverbrauch herunter und die Alarmanlage hoch.
Nein, dies ist kein Szenario aus der fernen Zukunft. Ein Haus, das mitdenkt, Strom spart und seine Temperatur selbstständig reguliert – das kann schon heute Wirklichkeit sein.



Vernetzung von Technik und Kommunikation

Der Schlüssel zum Smart Home ist die Vernetzung. TV, Stereoanlage, Fenster, Rollläden, Waschmaschine, Lampen, Heizung, Haustür und Alarmanlage tauschen Informationen untereinander aus. Durch einen Server sind alle internetfähigen Endgeräte miteinander verbunden. Mit Hilfe einer App können diese dann bequem per Smartphone oder Tablet gesteuert werden – von zuhause oder auch von unterwegs.

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Smart Home: Neue Chancen für die Hersteller der weißen Ware

So könnten deutsche Branchenführer profitieren

Durch das Smart Home ergeben sich für die Hersteller der weißen Ware neue Vertriebschancen. Ein Kühlschrank mit "A+++"-Logo oder eine Spülmaschine, die mit nur mit 7 Liter Wasser reinigt, lassen sich heute nur noch schwer für den Verbraucher spürbar weiterentwickeln.
Die Hersteller können mit der Entwicklung der intelligenten weißen Ware für den Massenmarkt aber durchaus neue Umsätze generieren. Durch die Vernetzung und den vermehrten Gebrauch von Sensoren lassen sich zum einen die Effektivität der Geräte steigern, zum anderen erhöht sich der Komfort für den Nutzer. So zeigt der Smart-Home-Kühlschrank mit Hilfe einer integrierten Kamera dem Nutzer auf dem Smartphone im Supermarkt an, ob sich noch Käse darin befindet.

Das Smart Home ist komfortabel, sicher und effizient

Der Austausch funktioniert überwiegend über Sensoren. Diese überwachen beispielsweise, ob Fenster geöffnet oder geschlossen sind und melden die Information dann an die Heizungsanlage. Die Heizungsanlage reduziert bei geöffneten Fenstern schließlich die Wärmeleistung der Heizkörper, so dass keine wertvolle und teure Energie ungenutzt verbraucht wird. Durch ein Smart Home kann sich die Energieeffizienz verbessern, der Wohnkomfort erhöhen und die Sicherheit kann gesteigert werden.

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Von der Heizung bis zur Lüftung, von der Beleuchtung bis zur Alarmanlage - das vernetzte Smart Home ist vielfältig.


Ein Zuhause – viele Möglichkeiten: die verschiedenen Bereiche eines Smart Homes

Heizung

Über ein intelligentes Thermostat der Heizungsanlage wird die Temperatur in den verschiedenen Räumen geregelt. Eine integrierte Wetterstation steuert anhand der Vorhersage die Temperatur oder auch die Bewässerung des Gartens.

Lüftung

Besonders die Lüftung ist bei den immer besser gedämmten Häusern von hoher Bedeutung. Es drohen Schimmelbildung und andere Schäden. Ein Hygrometer misst den Anteil des Wasserdampfes in der Umgebungsluft. Je nach Ausstattung des Hauses erfolgt dann eine Lüftung über die automatische Steuerung von Fenstern oder einer Lüftungsanlage.

Sanitärbereich

Wärmepumpen nehmen Umweltwärme auf, „pumpen“ sie aus dem Keller hoch und führen die Wärme dem Heiz- und Brauchwasser zu. Ein Durchlauferhitzer sorgt ggf. für die Wunschtemperatur, er springt aber nur dann an, wenn die von der Wärmepumpe bereitgestellte Temperatur nicht ausreicht.

Beleuchtung

Spielend Energie sparen: Per App lassen sich verschiedene Lichtszenarien – etwa zum Lesen, Arbeiten, Feiern, Fernsehen, Entspannen oder Schlafen – auswählen. Durch Bewegungs- oder Präsenzsensoren können außerdem nicht oft genutzte Räume – wie beispielsweise der Keller, ein Vorratsraum oder die Garage – nur dann beleuchten werden, wenn auch jemand den Raum betritt. Die Vernetzung von Rollläden und künstlichem Licht birgt ebenfalls ein hohes Energieeinsparpotenzial. Intelligente Beleuchtung schreckt zudem unerwünschte Besucher ab: So sorgen die Bewegungsmelder im Garten oder an der Haustür für Licht und damit mehr Sicherheit.

Eingangsbereich

Hier gibt es viele verschiedene Smart-Home-Anwendungen:

  • Eine Videokamera dient in Verbindung mit einem Bildschirm als intelligentes Zutrittskontrollsystem.

  • Eine mobile Steuerung (Smartphone, Tablet) zeigt an, wer sich vor der Tür befindet.

  • Die Tür kann per App geöffnet werden, ohne den eigenen Standort zu verlassen – beispielsweise wenn man sich gerade im Garten aufhält.

  • Am Türschloss registrieren Sensoren, ob die Haustür richtig geschlossen ist.

  • Die Schließanlage lässt sich mit einem kombinierten Code- und Fingerprint-Leser ausrüsten. Hier werden unveränderliche Strukturen der Hautoberfläche zur Identifizierung verwendet.

Rauchmelder

Vernetzte Brand- oder Rauchmelder im Haus warnen frühzeitig vor einer Gefahr und helfen so, lebensgefährlichen Rauchgasvergiftungen im Schlaf vorzubeugen. Intelligent mit Dachfenstern und anderen Fenstern vernetzt, sorgen sie dafür, dass sich diese im Brandfall elektrisch öffnen und somit der Rauch und die Wärme besser abziehen können. Per App werden Bewohner des Hauses informiert, auch wenn sie unterwegs sind. So kann schnell ein Nachbar oder gleich die Feuerwehr kontaktiert werden.

Weitere Bereiche für ein Smart Home

Smart-Home-Dienste lassen sich auch noch hier anwenden: Kommunikation (Mobil- und Festnetztelefon, TV-Empfang, Internet), Hausgeräte (Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine, Kühlschrank, Kaffeemaschine), Elektronik (TV, Video, Audio, Kamera), Logistik (Einkaufs- und Speiseplanung, Lieferservice) und der Gesundheit/Pflege (medizinische Diagnostik und Vorsorge, Sturzerkennung, vernetzte Waage).

Kritiker warnen vor Hackerangriffen

Es gibt aber auch Nachteile: Zum einen sind die Kosten für die Anschaffung und Installation im Moment noch sehr hoch. Zum anderen haben die verschiedenen Hersteller noch keinen gemeinsamen Standard entwickelt, die Anbieter arbeiten mit unterschiedlichen Lösungen. Dadurch kann es passieren, dass sich Geräte nicht miteinander vernetzen können. Und beim Thema Sicherheit gibt es neben den Befürwortern auch noch die Kritiker. Diese warnen vor Hackerangriffen beispielsweise auf die Alarmanlage oder die Haustürfunktion.

Viele Branchen können profitieren

Von dem Trend zum Smart Home können Unternehmen aus den verschiedensten Branchen profitieren. Angefangen bei der Technologie- und Telekommunikationsbranche bis zu Licht- und Haushaltsgeräteherstellern. Aber auch für Architekten, Handwerker oder Fensterhersteller erschließen sich neue Geschäftsfelder.

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Auch das Stromnetz wird intelligenter und vernetzt sich

  1. Ist-Zustand

    Die klassische Strom-Einbahnstraße vom Erzeuger zum Verbraucher existiert nicht mehr. Durch den vermehrten Einsatz von erneuerbaren Energien gibt es im Stromnetz viele Richtungen und Abzweigungen. Es bestehen zahlreiche kleine und dezentrale Erzeugungsanlagen: Beispielsweise die Solarstromanlage auf dem Einfamilienhaus, der Windpark auf der Anhöhe oder die Biomasse-Anlage auf dem Land.

  2. Herausforderungen

    Daraus entstehen neue Herausforderungen an das Stromnetz: Es muss einen stetigen Ausgleich von Angebot und Nachfrage vornehmen. Denn mit den Schwankungen bei zu viel oder zu wenig Wind bzw. zu viel oder zu wenig Sonne stoßen die klassischen Stromnetze schnell an ihre Grenzen.

  3. Lösungen

    Die Lösung liegt zum einen im Ausbau der Netze, zum anderen im Umbau zu einem intelligenten Netz. Hier sind die Informationen über die Erzeugung und die Nachfrage des Stroms entscheidend. Dazu gehören beispielsweise die Fragen, wann der Kunde sein Elektrofahrzeug lädt, wann die Waschmaschine läuft oder wann eine Speicherung von Überkapazitäten erfolgt.
    Die Netzbetreiber werden durch intelligente Messsysteme ("Smart Meter") über Stromverbrauch, die eingespeiste Strommenge oder Spannungsausfälle informiert. Dadurch lassen sich die zeitgenaue Erzeugung, die Netzbelastung und der Verbrauch weitgehend automatisiert aufeinander abstimmen. Die Steuerung erfolgt dann zum Beispiel über den Preis – so lässt sich in einem Smart Home die Waschmaschine ganz bequem per App vor dem Schlafengehen programmieren, so dass diese zum günstigen Strompreis um 4 Uhr morgens anspringt.

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