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Wirtschaftsnachrichten
ROUNDUP: G7 für Kampf gegen Protektionismus
27.05.17 / 14:47 dpa-AFX (0 mal gelesen)

TAORMINA (dpa-AFX) - Die führenden westlichen Industriestaaten (G7) haben ihren Handelsstreit zunächst entschärft und ein schweres Zerwürfnis mit den USA abgewendet. Die Staats- und Regierungschefs rangen sich nach Angaben aus Diplomatenkreisen am Samstag auf dem G7-Gipfel in Taormina auf Sizilien überraschend zu einer Formulierung zum Kampf gegen den Protektionismus durch. Dies war nach dem bisherigen Blockadekurs von US-Präsident Donald Trump bis zuletzt fraglich.

Dem Vernehmen nach sollen sich die G7 nach scharfer Debatte auch zu offenen Märkten und gegen unfaire Handelspraktiken bekennen. Der lange befürchtete Minimalkompromiss wurde damit noch einmal verhindert. Offen ist, ob die jetzt erzielte Formulierung hinter dem klaren Bekenntnis der G7 vom Vorjahresgipfel in Japan bleibt.

'AMERICA FIRST'

Sie dürfte aber über die jüngsten Erklärungen der G7- und G20-Länder hinausgehen, die seit dem Amtsantritt Trumps zuletzt eher nichtssagend ausfielen. So hatten die Finanzminister im März und Mitte Mai lediglich erklärt: "Wir arbeiten daran, den Beitrag des Handels für unsere Volkswirtschaften zu stärken."

Trump hatte erstmals an einem Gipfel der großen Wirtschaftsmächte teilgenommen. Er setzte im Rahmen seiner "America-First"-Politik bisher auf einen Abschottungskurs, um die US-Wirtschaft zu stärken. Globale Handelsabkommen und die Mitgliedschaft der USA in der Welthandelsorganisation WTO stellte er auf den Prüfstand. Befürchtet wird weiter, dass Trump Schutzzölle einführt und einen Handelskrieg riskieren könnte. Er hatte mehrfach betont, er werde in seiner Handels- und Steuerpolitik amerikanische Interessen über alles stellen.

G7-ERKLÄRUNG ZUM HANDEL BIS ZULETZT UMSTRITTEN

Die G7-Erklärung zum Handel war bis zuletzt umstritten geblieben. Zwar bestand Einigkeit darin, dass es fairen Handel geben müsse. In diesem Punkt und in der Frage, was Protektionismus ist, gab es zwischen Trump und den anderen sechs Staats- und Regierungschefs aber Differenzen. Mit der Vereinbarung würde Berlin Rückenwind erhalten für den G20-Gipfel der führenden Industrie- und Schwellenländer Anfang Juli in Hamburg unter deutschem Vorsitz./sl/alv/lkl/reu/DP/he

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