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Marktberichte
Aktien Asien: Negativer Wochenstart - Börse in Hongkong auf Vier-Monats-Tief
19.12.16 / 10:18 dpa-AFX (0 mal gelesen)

TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY/MUMBAI (dpa-AFX) - Die asiatischen Börsen sind am Montag nahezu ausnahmslos mit negativen Vorzeichen in die neue Woche gestartet. Während die japanischen Börse nur leicht geschwächt aus dem Handel ging, verbuchten die Handelsplätze in China größere Verluste. Dort belasteten unter anderem die Sorgen um die weitere Politik der Regierung. In Hong Kong fiel der Hang-Seng-Index unterdessen auf den tiefsten Stand seit rund viereinhalb Monaten. Der japanlastige Stoxx 600 Asia Pacific fiel um 0,02 Prozent auf 177,24 Punkte.

Der japanische Leitindex Nikkei 225 rutsche erstmals nach neun positiven Handelstagen wieder etwas ab. Zum Schlussgong stand er 0,05 Prozent tiefer bei 19 391,60 Punkten. Die Kurse wurden durch den leicht erstarkten Yen belastet, für den es den zweiten Tag infolge etwas aufwärts ging. Ein stärkerer Yen erschwert die Exporte.

Im November hatten sich die japanischen Ausfuhren dank wieder anziehender Geschäfte mit China besser entwickelt als befürchtet. Dennoch musste die Wirtschaft des Landes den 14. Export-Rückgang in Folge hinnehmen.

Am Markt rückt unterdessen der Zinsentscheid der japanischen Notenbank an diesem Dienstag in den Blick. Beobachter rechnen allerdings mehrheitlich nicht mit weiteren geldpolitischen Maßnahmen der Bank of Japan gerechnet. Die Bank of Japan hatte in diesem Jahr den Negativzins eingeführt, um die heimische Wirtschaft zu stimulieren.

Erst in der vergangenen Woche war die japanische Landeswährung im Gegenzug zum starken US-Dollar auf ein Zehnmonats-Tief gefallen, was dem Leitindex am Freitag den höchsten Stand des Jahres bei knapp 19 440 Punkten beschert hatte.

In China beschäftigte vor allem die Regierungspolitik die Anleger. Chinas Führung hatte nach einer am vergangenen Freitag beendeten alljährlichen Konferenz ihren Willen bekräftigt, gegen eine mögliche Preisblase am Immobilienmarkt vorzugehen und die exzessive Kreditvergabe an Unternehmen zu zügeln. Unter Investoren dominierte am Markt zu Wochenbeginn nun die Besorgnis, dass dies zulasten der weiteren Gewinnentwicklung der Unternehmen gehen könnte. In der Folge litten vor allem Aktien aus dem Bausektor.

Der CSI 300 , der die größten Werte an den Festlandbörsen Shanghai und Shenzhen abbildet, verlor 0,51 Prozent auf 3328,98 Zähler. Für den Hang Seng in Hongkong ging es um 0,85 Prozent auf 21 832,68 Zähler bergab. Dies war der tiefste Stand seit Anfang August. Zudem ist damit die Jahresbilanz für den Index nun wieder negativ.

An der Börse der Sonderverwaltungszone stachen die Papiere des Immobilienkonzerns China Vanke mit einem Abschlag von mehr als 3 Prozent hervor. Das Unternehmen hatte zuvor seine Pläne einkassiert, Geschäft vom Metro-Betreiber in Shenzen zu übernehmen. Zudem hatte der Immobilienentwickler Evergrande am Wochenende signalisiert, trotz der jüngsten Anteilszukäufe nicht die Kontrollmehrheit bei China Vanke erreichen zu wollen.

Die Börse in Australien konnte sich gegen den allgemeinen Abwärtssog in der Region stemmen. Der Leitindex ASX 200 in Sydney verabschiedete sich nach zwei schwachen Handelstagen nun mit einem Plus von 0,53 Prozent auf 5562,08 Punkte aus dem Handel. Am indischen Aktienmarkt notierte der Sensex-Index , der erst später schließt, zuletzt mit 0,17 Prozent im Minus bei 26 4445,13 Punkten./tav/das

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